Der 33. Spieltag

Noch einmal schlafen und dann ist auch schon wieder Bundesliga. Allerdings zum vorletzten Mal in dieser Saison. Traditionell finden daher alle Spiele gleichzeitig am Samstag Nachmittag statt.
Als echtes Highlight kann man mit Sicherheit den Gastauftritt der Hoffenheimer in Dortmund bezeichnen. Zwar geht es für beide Teams um rein garnichts mehr, dennoch garantieren die zweit- und drittbeste Offensive ein Spektakel. Hinzu die denkwürdige letzte Begegnung im Signal-Iduna-Park. Am 34. Spieltag der Vorsaison braucht Hoffenehim zwingend einen Sieg, um die Klasse zu halten – und durch zwei Elfmetertore von Sejad Salihovic, eines gegen Großkreutz (ja, der Mann kann einfach jede Position spielen), gelingt dies auch auf dramatische Art und Weise. Wenn über den überragenden Sturm von 1899 geredet wird, darf natürlich ebenso die schwache Abwehr nicht vergessen werden. Es erscheint beinahe surreal, dass ein Team mit 66 Gegentreffern, ein positives Torverhältnis aufweist. Ein gefundenes Fressen für Reus und Mkhitaryan, die beide sichtlich von ihrem Positionstausch profitierten. Der Armenier muss auf der Außenbahn nur noch 180 Grad im Blick haben, was ihm hilft sich besser an das hohe Bundesliga-Tempo zu gewöhnen. Und Reus fällt diese Umstellung ohnehin nicht schwer, da er in Gladbach auf genau dieser Position, leicht hängend hinter der einzigen Spitze, 2012 zu Deutschlands Fußballer des Jahres wurde. Eine Quote von 29 Torbeteiligungen in 28 Einsätzen spricht außerdem für sich. Gerade in 2014 überzeugt der Nationalspieler und erarbeitete sich einen Notenschnitt von 2,24. Konstanz charakterisiert ebenso die Leistungen von Sokratis sehr gut. Für seine Größe und Statur ist der Grieche doch ssehr schnell und beweglich, ohne dabei an Robustheit einzubüßen. Er sammelte im Schnitt 6 Punkte und blieb selten unter der Marke von 5.
Eine Überraschung der Rückrunde verdient sich genauso einen Platz im Team – mit dem besten Schnitt in diesem Zeitraum. Die Sport1-Mitarbeiter bewerteten die Leistungen von Loris Karius 2014 im Durchschnitt mit 2,6. Gegen eine Gladbacher Mannschaft, die noch zarte Hoffnungen auf eine CL-Teilnahme hegt, wird er kaum beschäftigungslos bleiben.
Einer der unterschätztesten Verteidiger der Liga ist Ömer Toprak. In der öffentlichen Wahrnehmung findet er kaum Beachtung, in Fachkreisen allerdings hat er längst Namen wie Naldo oder Westermann den Rang abgelaufen. In der türkischen Nationalelf zählt er ebenfalls zum festen Stamm. Vor allem die überragende Vorstellung beim Hinspiel in Dortmund blieb dabei im Gedächtnis.
Neben dem Dortmunder Block begrüßen wir eine etwas größere Ansammlung aus Wolfsburg in unserem Team. Denn die Reise in die andere Autostadt nach Stuttgart ist ein gern gesehenes Ziel. Die Wölfe gingen aus den vergangenen drei Duellen als Sieger hervor. Solch eine Serie haben die Grün-Weißen gegen keinen anderen Club. Zuletzt stach besonders Ivan Perisic heraus. Der Kroate erzielte in den drei zurückliegenden Partien fünf Tore und schlug somit schon neun mal zu – so oft wie noch nie in der Bundesliga. Er profitiert dabei sicherlich von seinem Hintermann Ricardo Rodriguez, der ihn sowohl defensiv absichert, als auch offensiv untersützt. Der Schweizer weist deshalb zurecht die beste Benotung aller Verteidiger auf (2,86). Es sah so aus, als würde auch Kevin de Bruyne endlich sein gesamtes potential abrufen. Doch nach zwei guten Auftritten (Note 1 und 2), schwächelte der Belgier gegen Freiburg. Der Ex-Bremer wird zeigen wollen, dass das ein Ausrutscher war.
Aus statistischer Sicht führt kein Weg qan Admir Mehmedi vorbei. Außer der Tatsache, dass Freiburg gegen keinen Verein mehr Siege und Tore als gegen Schalke verzeichnet, hat Mehmedi noch eine eigene Serie. In den vergangenen neun Heimspielen traf der Schweizer achtmal – und immer wenn die Breisgauer zuhause gewannen, erzielte Mehmedi mindestens ein Tor.Wir vertrauen daher auf das alt bewährte Motto: the trend is your friend.
Dieser Ausspruch gilt zwar nicht zwingendermaßen für unsere nächsten beiden Protagonisten, dennoch wird ihen wohl keiner ihre Klasse absprechen wollen. Noch vergangenen Samstag schien Ribery seine Krise überwunden zu haben, nur um dann gegen Real Madrid seine einzig auffällige Szene bei einer Ohrfeiger für Daniel Carvajal hatte. Arjen Robben versuchte wenigstens alles, dennoch gelang auch ihm nicht viel. Mit dieser gehörigen Portion Wut im Bauch, und dem Pokalfinale fest im Blick, werden die beiden Superstars auf die Partie in Hamburg brennen. Der HSV wird kämpfen müssen, damit die Zeit auf der Stadion-Uhr des Bundesliga-Dinos nicht abläuft. Verunsicherung sowie schlicht und einfach fehlende Qualität lassen jedoch wenig Hoffnung auf einen Sieg gegen den Rekordmeister.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass diesmal bis 15.15 am Sonnabend die Möglichkeit besteht Veränderungen vorzunehmen. So kann man sicher gehen, dass alle aufgestellten Akteure wirklich eingesetzt werden.
Verfolgen wir also mit Spannung den vorletzten Spieltag und hoffen auf jede Menge Gesprächsstoff.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

EDIT: Ribéry wird durch Götze ersetzt.

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Der 31. Spieltag

Die Saison neigt sich so langsam dem Ende und es stehen mehr und mehr Entscheidungen an. Der Abstiegskampf scheint zwar vorerst auf vier Mannschaften reduziert, allerdings kann ein Spieltag auch wieder andere mit hineinziehen.Aufgrund des Osterwochenendes und des Spielverbots an Karfreitag, findet der Auftak diesmal schon am Donnerstag statt. Also müssen bis dahin auch sämtliche Aufstellungen abgegeben sein. Legen wir also los.
Anders als die Redensart es propagiert, kommt bei uns das Beste nicht zum Schluss, sondern wir beginnen damit. Gemeint ist Marco Reus, der sich zurzeit wohl in der Form seines bisherigen Fußballerlebens befindet. An 11 der letzten 12 Pflichtspieltore war der Ex-Gladbacher direkt beteiligt, in den letzten drei Liga-Partien traf er satte fünf Mal.Noch dazu trifft die Borussia nun auf einen seiner Lieblingsgegner. In neun Duellen mit Mainz netzte der Nationalspieler gleich sechs Mal ein. Auf der Gegenseite sieht das ganz anders aus: Gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten weisen die Mannen von Thomas Tuchel einen so schlechten Trefferschnitt vor (11 Tore in 15 Partien). Daher nominieren wir das Dortmunder Innenverteidiger-Duo Sokratis und Mats Hummels. Man könnte sagen, die beiden harmonieren perfekt, denn sowohl der Grieche als auch Hummels gewannen exakt 64,5 % ihrer Zweikämpfe. Diesen offenbar eindeutigen Voraussetzungen liegt unsere Berücksichtigung des Mainzer torhüters Karius zugrunde. Der Keeper wird mit einer der besten Angriffsreihen Deutschlands konfrontriert, wodurch er genug Gelegenheit haben wird, sich auszuzeichnen. Außerdem zeigt der junge 05er schon in der gesamten Rückrunde, warum Müller und Wetklo seinetwegen ausgemustert wurden.
Für den dritten Verteidiger springen wir zu einem der wichtigsten Duelle des Wochenendes. Die massiv abstiegsgefährdeten Hamburger empfangen Wolfsburg, die sich noch berechtigte Hoffnungen auf die Champions League machen dürfen. In Abwesenheit von Lasogga erscheint die HSV-Offensive doch sehr harmlos, weshalb Rodriguez Platz in unserer Formation findet. Der Schweizer ist nur einer von zwei Feldspielern, neben Daniel Baier, die sämtliche Minuten in der Liga absolvierten. Außerdem führte er von allen Verteidigern die meisten Zweikämpfe und behielt in 61% von diesen die Oberhand. Damit gewann er 463 Mann-gegen-Mann-Duelle; lediglich ROberto Firmino mehr. Auf Seite der Rothosen gibt es zurzeit vor allem einen Leistungsträger. Hakan Calhanoglu verwandelte in Hannover seinen vierten direkten Freistoß, ligaweit die meisten in dieser Saison. Damit kommt der Türke insgesamt schon auf 10 Buden. Stark für einen Liganeuling.
Ein weiterer Dauerbrenner verdient in Mönchengladbach sein Geld. Raffael absolvierte 2646 Minuten auf dem Platz, unter den Offensivkräften stand einzig Vereinskamerad Kruse länger auf dem Feld. Mit 14 Saisontoren übertrumpft der Brasilianer allerdings seinen Kollegen. Die wiederkehrende Form der Borussen muss besonders dem Ex-Herthaner zugeschrieben werden.
Ähnlich gut in Schuss zeigt sich Kevin Volland. Nach überragendem Saisonanfang schwächelte der Kapitän der deutschen U21 um die Jahreswende ein wenig. Mit der ansteigenden Form des Stürmers verzeichnet das komplette Hoffenheimer Team ein Formhoch. Platz 5 in der Rückrundentabelle spricht mehr als dafür.
Ein weiteres Riesentalent sorgt derzeit in Gelsenkirchen für Freudensprünge der Zuschauer. Max Meyer überzeugt mit Dribbelstärke, Wendigkeit und Spielintelligenz. Im Managerspiel konnte er seinen Marktwert bisher fast verdreifachen. Die gesamte Mannschaft profitiert davon und so verlor Schalke im neuen Jahr nur gegen Bayern München.
Der Rekordmeister soll unsere Vorberichte abschließen. Es ist schwer, vorrauszusagen, wen Pep Guardiola vor dem schweren CL-Halbfinale in Madrid schont und wen nicht. Wir können daher lediglich mutmaßen. Mario Götze lief unter der Woche nicht von Beginn an auf, was für einen Startelfeinsatz beim Tabellenletzten aus Braunschweug spricht. Genauso die frühe Auswechslung von Arjen Robben. Über die Qualität der Beiden muss man nicht viele Worte verlieren. Robben ist laut Kicker der notenbeste Akteur dieser Saison und Mario Götzes Qualität konnte nicht zuletzt beim 4:1 bzw. 5:1 Treffer der Münchner gegen die Roten Teufel bestaunt werden.
Die Tatsache, dass wir Guardiolas Rotationsüberlegungen nicht 100-prozentig vorausahnen können, zwingt uns dazu, gute Ersatzleute in den Kader zu nehmen. Aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses empfehlen sich hier der wiedererstarkte Obasi und das Wolfsburger Talent Arnold. Sowohl der Nigerianer als auch der gebürtige Dresdnerin wussten bereits des öfteren zu überzeugen.

Hannover, Bremen und Freiburg würden sich mit einem Sieg vermutlich aller Abstiegssorgen entledigen. Also, geht’s raus und schaut’s Fußball.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

Der 26. Spieltag

Wir schreiben den 21. März und beinahe surreal erscheint die Tatsache, dass die Bayern schon an diesem Wochenende die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen können. Trotz 23 Punkten Vorsprung geht der Rekordmeister bisher jedes Spiel mit voller Konzentration an und es gibt keine Anzeichen, die hier für eine Veränderung sprechen. 50 ungeschlagene Ligapartien lassen die Mannen von Pep Guardiola nur so vor Selbstvertrauen strotzen. Im Mittelpunkt stand in dieser Woche, neben der Champions League Auslosung, die Vertragsverlängerung von Arjen Robben. Bis 2017 wird der niederländische Flügelflitzer nun durch die Allianz Arena wirbeln. Daher ist auch im Gastspiel bei den Mainzern mit einem souveränen Auftritt zu rechnen. Kongenial agiert der Franzose Ribéry auf der anderen Seite. Hatten die beiden Superstars anfangs ihrer gemeinsamen Zeit noch Probleme im Zusammenspiel, harmonieren sie mittlerweile nahezu perfekt. Immer häufiger sieht man sie auf der selben Seite auftauchen, wo sie gemeinsam jede Abwehr vor beinahe unlösbare Aufgaben stellen. Nicht unwichtig dabei ist die Unterstützung der beiden Außenverteidiger, David Alaba und Philipp Lahm. Den deutschen Nationalmannschaftskapitän kann man, wie wir inzwischen wissen, auf unglaublich vielen verschiedenen Positionen aufstellen und er bringt immer seine Leistung. Die höchste Passgenauigkeit der Liga (91,2%) und eine Zweikampfquote von knapp 58% zeigen seine Wichtigkeit. Zum jungen Österreicher Alaba muss man nicht mehr viel sagen. In seinem Alter schon unverzichtbar für seine Nationalelf und ebenso für die beste Mannschaft der Welt, das kann beileibe nicht jeder von sich behaupten. Auf der Gegenseite mauserte sich in der Mainzer Erfolgsserie (nur 1 Niederlage aus den letzten 11 Spielen) ein neuer Torhüter zum Leistungsträger. Loris Karius strahlt Konstanz und Sicheheit aus und kommt durch diese Kombination in der Rückrunde auf einen Sport1-Notenschnitt von 2,75. Gegen den Tabellenführer rückt der 20-jährige natürlich besonders in den Mittelpunkt.
Eine Mannschaft, die den vorzeitigen Titelgewinn noch verhindern kann, ist Schalke 04. Die Königsblauen treffen auf Braunschweig und daher rechnen alle mit einem ungefährdeten Sieg. Wichtig wird dabei das Schalker Eigengewächs Julian Draxler. Nach Verletzung und Formkrise kommt der Offensivmann langsam wieder in Tritt. Noch wichtiger für die Erfolgsserie im neuen Jahr erscheint jedoch Klaas-Jan Huntelaar. 9 Tore in 10 Ligaeinsätzen 2013/14 und zweimal hintereinander mit 1,5 benotet, stellen die Klasse des Niederländers unter Beweis. Da die schwächste Offensive der Liga gastiert, setzen wir ebenso auf einen Abwehrspieler aus Gelsenkirchen. Sead Kolasinac fiel, außer mit seinem Foul an Jese, welches einen Kreuzbandriss verursachte, vor allem positiv auf. Kampfkraft und Drang nach vorne zeichnen den bosnischen Linksverteidiger aus.
Alles andere als einen Lauf hatten zuletzt die Stuttgarter. 7 mal in Folge kassierten die Schwaben mindestens zwei Gegentore, davon könnten vor allem ein Hamburger profitieren. In Abwesenheit von Lasogga glänzt Calhanoglu als wichtigster Torschütze der Hanseaten. 3 Tore in den letzten 4 Spielen, insgesamt schon achtmal erfolgreich in seiner Debütsaison unterstreichen seine Wichtigkeit. Darüberhinaus wurde der Türke schon dreimal mit der Note 1 bewertet.
Einen überraschend hohen Auswärtserfolg konnten am vergangenen Spieltag die Freiburger feiern. Beim 4:1 unter den Torschützen fand sich unter anderem der Schweizer Neuzugang Mehmedi wieder. Sein 7. Saisontreffer, was ihn zum treffsichersten Breisgauer macht. Der ehemalige Kiewer ist aufgrund seiner Schnelligkeit und Beweglichkeit bei Christian Streich in der Sturmspitze gesetzt. Ein anderer freut sich vermutlich sehr auf die Begegnung mit den Bremern, Jonathan Schmid. Der Mann aus der Freiburger Jugendakademie erzielte vor gut zwei Jahren sein erstes Bundesligator gegen die Grün-Weißen. Da die Bremer Verteidiger eher als träge und unbeweglich einzuschätzen sind, erscheint ein Sieg der spielstarken Freiburger wahrscheinlich.
Um nun noch einmal zum Anfang zurückzukommen, schaffen die Bayern bereits am Samstag den vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft? Meine Meinung: eher nein. Der designierte Meister wird sich zwar auch nicht von starken Mainzern stoppen lassen, allerdings haben auch die Schalker mehr als nur realistische Siegchancen gegen den Tabellenletzten aus Braunschweig. Ein Sieg der Dortmunder in Hannover ist ebenfalls nicht auszuschließen.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

Der 24. Spieltag

Spieltag 24 steht ganz im Zeichen des Abstiegskampfes, so gibt es gleich drei direkte Duelle unter den letzten sieben. Das einzig bedrohte Team, welches nicht gegen einen unmittelbaren Kontrahenten antritt, stellt Freiburg dar. Sie empfangen den Tabellenzweiten aus Dortmund und dürften nicht gerade mit überschwänglichem Optimismus an die Partie herangehen, denn nur gegen die Borussia blieb Christian Streich im Profibereich noch ohne Punkt. Allen voran kann man dies in letzter Zeit Robert Lewandowski zuschreiben. Der polnische Nationalstürmer erzielte in den letzten fünf Aufeinandertreffen viermal einen Doppelpack und kommt insgesamt auf stolze 10 Tore in 7 Partien mit diesem Gegner. Darüberhinaus gewannen die Dortmunder 6 der letzten 7 Pflichtspiele. Mitwirken wird im Breisgau auch wieder Marco Reus. Da dieser sich in jüngerer Vergangenheit einiger Verletzungsprobleme ausgesetzt sah, blieb eine Nominierung für die Nationalelf aus und er kann ausgeruht sowie mit einer vollen Trainingswoche in die Begegnung gehen. Einer der wichtigsten Leistungsträger der vergangenen Jahre meldet sich allmählich mit den bekannten guten Leistungen zurück: Lukasz Piszczek. Durch das Vorrücken von Großkreutz ins Mittelfeld absolviert der Pole fast jede Partie von Anfang bis Ende und überzeugt.
Im neuen Jahr verloren die Westfalen nur eine Begegnung; vor zwei Wochen in Hamburg. Die Hanseaten müssen nach verlorenem Nordderby auf Sieg spielen und empfangen ihren Lieblingsgast in der Imtech-Arena: Eintracht Frankfurt. Gegen keine andere Mannschaft gelangen dem HSV mehr Heimsiege (30). Da Kapitän Rafael van der Vaart noch an seiner Grippe laboriert, steht vor allem der junge Hakan Calhanoglu im Blickpunkt. Der ehemalige Karlsruher soll für die kreativen Momente sorgen, sowie für Gefahr nach Standards. Wohl ewig im Gedächtnis eines jeden Fußballfans bleiben wird sein sagenhafter 45-Meter-Knaller gegen die Dortmunder. Tore nach Standards des Türken sind im Allgemeinen aber keine Seltenheit. Mit dem bereits dritten direkten verwandelten Freistoß knöpft er nahtlos an seine Stärke aus Liga 3 an, wo er in der Spielzeit 12/13 sieben solcher Buden erzielte.
Als Mannschaft, die besonders durch ihre Defensivarbeit glänzt, kann man aufgrund der vorangegangenen Ergebnisse ohne Frage die Mainzer bezeichnen. Drei Heimspiele in Serie ohne Gegentor und damit die einzige ohne selbiges in der Rückrunde im heimischen Stadion. Da sich die Herthaner gegen Freiburg nicht gerade durchschlagskräftig präsentierten, könnte dies anhalten. Immer mehr zum Stammspieler reifte im Laufe der Saison Stefan Bell. In den letzten Jahren noch als Talent ohne den nötigen Willen verschrien, zahlt er das neue Vertrauen von Thomas Tuchel endlich mit Leistung zurück. Ohne wenn und aber profitierte der ehemalige Juniorennationalspieler von der Verletzung Bo Svenssons. Trotz seines fortgeschrittenes Alters nach wie vor zuverlässig agiert Zdenek Pospech. Der Tscheche erweist sich seit dem ersten Tag als echter Glücksgriff für die 05er und erarbeitete sich den Status als unersetzliche Festung. Neben defensiver Stabilität bietet der Rechtsverteidiger ebenfalls offensive Vorstöße. Eine super Kombination für einen Außenverteidiger.
Genau für das Gegenteil steht die TSG Hoffenheim: bedingungsloses Attackieren. Die drittbeste Offensive der Liga tritt diese Woche auf Schalke an. Bei einer derartigen Konstellation tritt natürlich der Schalker Keeper Fährmann in der Vordergrund. Den Ex-Frankfurter kann man zweifellos als einzigen Spieler mit Normalform in der vorangegangenen Katastrophenwoche bezeichnen. Im Gegensatz dazu ist die Defensive der Sinsheimer nicht besonders zuverlässig. Daraus Kapital schlagen könnte vor allem der junge Max Meyer mit seiner Beweglichkeit und dem Auge für den Pass in die Schnittstelle. Den Spielmacher der Schalker muss man in einem Atemzug mit Timo Werner und Emre Can nennen, sobald es um die größten deutschen Talente geht.
Drei Positionen übrig und noch ordentlich Transferbudget in der Hinterhand? Da liegt es nahe, auf die Triple-Sieger aus München zurückzugreifen. Wieder einsatzbereit wird mutmaßlich Europas Fußballer des Jahres, Franck Ribéry, sein. Der wohl beste Spieler der Bundesliga verspricht bei Berücksichtigung stets hohe Punktzahlen, wenn er durch seine Dribbelstärke und Spielintelligenz oft die entscheidenden Räume reißt. Sein kongenialer Partner auf dem anderen Flügel Arjen Robben steht ihm hier in meist wenig nach. Drei Tore gegen die Königsblauen verhalfen ihm darüberhinaus zum Etikett Spieler des Spieltags 23. Mit nun einem Tor pro zwei Stunden Spielzeit avancierte der Niederländer zum effektivsten Mittelfeldspieler der Bundesliga-Geschichte. Allgemein jagt der Bayern-Express von Rekord zu Rekord. 30 Auswärts- sowie insgesamt 49 Spiele ohne Niederlage, 60 Spiele in Folge mit Tor, 15 Siege am Stück; alles laufende Bestmarken. Ergänzend zum Flügelgespann des Rekordmeisters gesellt sich der Spanier Thiago. Guardiolas Wunschspieler zeigt sich mehr und mehr prädestiniert, um die Offensivkräfte gekonnt einzusetzen. Seine sehenswerten Übersteiger und flinken Richtungswechsel machen ihn zudem zu einem der attraktivsten Ballzauberer der Liga.
Genug der Spekulation, warten wir jetzt zunächst den Samstag ab und um es mit den zuletzt eher weniger erfolgreichen Schalkern zu halten: Glück auf und ein erfolgreiches Bundesliga-Wochenende.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

EDIT:
Bei den Münchnern schont man Thiago aufgrund des bevorstehenden Champions League Krachers gegen Arsenal. Für ihn läuft Shaqiri auf. Gleiches gilt bei unserer Elf.
Falls Lewandowski tatsächlich ausfällt, nominieren wir Drmic für die Reservebank, der dann für ihn einspringt. Ein guter Ersatz, wenn man bedenkt, dass der Schweizer bester Torschütze der Rückrunde ist.
Der junge Max Meyer startet ebenfalls nicht und wird bei uns durch den zuletzt besten Leverkusener vertreten, Emre Can.

Der 23. Spieltag

Nachdem der letzte Spieltag doch einige Überraschungen parat hatte, die uns Punkte kosteten, gehen wir mit neuem Optimismus in Runde 23. Eine dieser Überraschungen war mit Sicherheit der Sieg des HSV gegen Dortmund. Überragend dabei vor allem die Abwehrleistung der Hamburger, wobei der zuletzt ausgemusterte Rajkovic herausragte. Der als hochveranlagter Verteidiger geltende Serbe, welcher einst schon mit 15 sein Profi-Debüt beim OFK Belgrad gab, scheint nun endlich dieses Potential abrufen zu können. Dazu kommt, dass man mit den Bremern bei der schlechtesten Offensive der Rückrunde gastiert. Teamkollege Lasogga kann im Gegensatz zu den meisten seiner Mitstreiter als Gewinner der Saison bezeichnet werden. 9 seiner 11 Saisontore erzielte er zudem auswärts. Zurecht wurde er nun mit der Berufung in die Nationalelf belohnt.
Ebenfalls erstmals von Jogi Löw berücksichtigt, wird der Augsburger Andre Hahn. Ein Fakt, der dabei sicherlich eine Rolle spielt: 4 Tore und 4 Assists bedeuten Platz 1 der Scorerliste im neuen Jahr. Somit der gebürtige Niedersachse ein absoluter Punktegarant.
Die Hertha aus Berlin stellt zwei weitere Akteure für unsere Elf. Nummer eins ist natürlich Adrian Ramos, der Woche für Woche seine Klasse unter Beweis stellt. Trotz einer etwas schwächeren Leistung in Stuttgart, sammelte er auch dort einen Scorerpunkt. Peter Pekarik fand zuletzt immer häufiger den Weg in die blau-weise Startelf und rechtfertigt dies mit guten Partien. Desweiteren reist mit den Freiburgern eine Mannschaft in die Hauptstadt, die die letzten vier Auswärtsspiele allesamt zu Null verlor.
Nach der bisher nur punktuellen Auswahl von Spielern, dominiert eine Begegnung den Rest unserer Formation: das Topspiel am Samstagabend zwischen Bayern München und Schalke 04. Beide Teams zwar Champions League Achtelfinalisten und doch erscheint der Unterschied riesengroß. So überrollen die Münchner derzeit Liga und steuern auf nächsten Rekord zu. Mit 14 Siegen in Folge fehlt ihnen nur noch ein Erfolg zu ihrer eigenen Bestmarke aus dem Jahr 2005, als sie 15 mal hintereinander triumphierten. Herausragend dabei nach zwischenzeitlicher Degradierung Nationalspieler Toni Kroos. So machte er bei Arsenal London sein wohl bestes Spiel im Bayerndress und überzeugte auch vor Wochenfrist nach Einwechslung in Hannover als Taktgeber und Architekt der bayrischen Offensivstrategie. Da auch Bastian Schweinsteiger vermehrt Matchpraxis erhält, findet sich Thiago in einer etwas neueren Rolle wieder. Sowohl in London, als auch in Hannover agierte er auf einer der beiden Außenbahnen, was zumindest solange Bestand haben sollte, bis Franck Ribery wieder vollständig genesen ist. Weiterhin ist der Sohn des brasilianischen Weltmeisters Mazinho der erste Profi, der seine ersten elf Bundesliga Begegnungen gewann.
Durch diesen neuen Arbeitsplatz des Spaniers kann Mario Götze wieder auf seiner Paradeposition direkt hinter der Spitze auflaufen. Meist ergänzt wird das Duo Götze-Kroos im Mittelfeld von Philipp Lahm. Der Kapitän verdeutlicht Spiel für Spiel, warum ihn Pep Guardiola als „intelligentesten Spieler, den ich je trainiert habe“ bezeichnet. Und das bei Größen wie Xavi, Iniesta und Messi, die schon unter Guardiola auf dem Rasen standen. Für die Aktionen um und im Strafraum des Gegners zeigen sich allerdings häufig andere Spieler verantwortlich, allen voran ist hier Arjen Robben zu nennen. Vor seiner Verletzung durch ein brutales Foul des Augsburgers Hitz befand sich der Niederländer vermutlich in der Form seines Lebens und auch jetzt knöpft der 30-jährige dort wieder nahtlos an. Gegen die Schalker wird daher maßgeblich ein Mann im Mittelpunkt stehen: Ralf Fährmann. Wie schon mehrmals erläutert, empfiehlt es sich oft, auf den Torwart des Bayern Gegners zurückzugreifen, da dieser sich regelmäßig vielen Torschüssen ausgesetzt sieht und sich so ein ums andere mal beweisen kann.
Ein Spieltag mit einigen interessanten Aufeinandertreffen steht uns somit bevor und wir freuen uns drauf.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

Der 22. Spieltag

Spieltag 22 steht natürlich vor allem unter dem Stern des neuen HSV-Trainers, Mirko Slomka. Wie so oft erschien auch hier dieser Wechsel als letzter Strohhalm, um den drohenden Abstieg zu verhindern. Ob die Rothosen gleich im ersten Spiel davon profitieren, ist jedoch mehr als fraglich. 9 Liganiederlagen in Serie gehen an keiner Mannschaft spurlos vorbei. Darüberhinaus gastiert mit den Dortmundern nicht gerade Laufkundschaft. Diese finden genau rechtzeitig zum Champions-League Achtelfinale bei Zenit St. Petersburg zur Topform zurück. Glänzen konnte dabei besonders der Armenier Mkhitaryan im Zusammenspiel mit Lewandowski. Der Spielmacher der Borussen, der sich zuvor in einer länger andauernden Formkrise befand, lieferte in den beiden vergangenen Spielen seine vermutlich besten Leistungen in der Liga (Note 1 und 1,5) ab. Der polnische Nationalstürmer verzeichnete exakt die selben Bewertungen und schloss in der Torjägerliste wieder zu Adrian Ramos auf.
Auch dieser findet erneut den Weg in unsere Startelf, da er mit 14 Toren in 21 Spielen oft genug seine Klasse in dieser Saison bewiesen hat. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Stuttgarter, kommender Gegner der Berliner, 9 Ligapartien in Folge mindestens zwei Gegentore kassiert haben. Optimale Voraussetzungen also für den Kolumbianer, der sich nach wie vor Hoffnungen macht, auf den WM-Zug aufzuspringen.
Als Team der Stunde, ebenfalls vor dem Achtelfinale in der Königsklasse stehend, kann sich mit Sicherheit Schalke 04 bezeichnen. Zwar wartet mit Mainz ein unangenehmer Gegner, doch mit 4 Siegen im Rücken werden sie auch dieses mal ohne Angst ins Spiel gehen. Ursprung des königsblauen Aufschwungs ist ohne Frage die stabilisierte Defensive. Aufgrund der Verletzung von Kapitän Höwedes haben sich hier Santana und Matip fest gespielt. In 7 Partien mit diesem Innenverteidiger-Duo blieben die Gelsenkirchener 5 mal gegentorlos und kassierten auch in den beiden anderen Begegnungen nur jeweils einen Treffer. Deshalb berücksichtigen wir den Brasilianer in unserer Abwehr.
Mit nur 15 Toren kommt die schwächste Offensive der Liga aus Braunschweig. Das Gastspiel in Nürnberg kennt daher nur einen Favoriten, den Club. Dieser gewann nach siegloser Hinrunde bisher 3 der 4 Rückrundenpartien, nur gegen die Bayern war der ehemalige Rekordmeister chancenlos. Bei diesen 3 Siegen mussten die Clubberer insgesamt nur ein Gegentor hinnehmen. Deswegen stellen wir sowohl einen Abwehrspieler der Nürnberger als auch deren Torhüter auf. Auf Marvin Plattenhardt fällt unsere Wahl, da er als Außenverteidiger, aufgrund der zu erwartenden Beschäftigungslosigkeit hinten, viel Druck nach vorne entfalten kann. Raphael Schäfer zeigte als einer der wenigen Franken schon in der Hinserie oft gute Leistungen und bestätigt dies weiterhin.
5 Auswärtsspiele ohne Niederlage. Bei einer solchen Serie erwartet man wahrscheinlich Namen wie Leverkusen, Dortmund oder Schalke, doch kann keines dieser Teams eine derartige Bilanz aufweisen. Ganz im Gegensatz zum FC Augsburg. Die heimschwachen Freiburger (nur 2 Siege) kommen da als Gegner gerade recht. 9 Saisontore und somit weiterhin gefährlichster Schwabe ist André Hahn. Einer überragenden Leistung in Stuttgart folgte ein etwas schwächerer Auftritt im bayrischen Derby, welcher allerdings nicht den starken Gesamtauftritt in seiner ersten vollständigen Bundesligasaison trübt. Ein weiterer überraschender Fakt zu den Fuggerstädter ist, dass sie den Abwehrspieler mit den meisten Torvorlagen in ihren Reihen haben. Denn nicht etwa Philipp Lahm oder David Alaba führen diese Statistik an, sondern Matthias Ostrzolek. Interessanterweise weist der Ex-Bochumer mit seinen 7 Assists mehr als doppelt so viele auf wie alle Freiburger Verteidiger zusammen (3).
Ein Dreigestirn aus der bayrischen Landeshauptstadt komplettiert unsere Elf. Mit Hannover wartet für die Münchnern alles andere als ein Angstgegner (32 Siege in 49 Aufeinandertreffen). Zuletzt in der Bundesliga geschont und daher am Sonntag vermutlich wieder dabei, ist Thiago Alcantara. Durch seine spektakuläre und trotzdem effektive Spielweise scheint er prädestiniert für eine gute Benotung. Solange Franck Ribery verletzt ausfällt, sorgen vor allem zwei Spieler für die kreativen und außergewöhnlichen Momente in der bayrischen Offensive: Mario Götze und Arjen Robben. Der Niederländer war wie so oft auch in London der Akteur, der am nachdringlichsten Zug zum Tor entwickelte und so unter anderem den Strafstoß sowie die Rote Karte herausholte. Nach Anfangsproblemen rechtfertigt Mario Götze nun zunehmend die 37 Millionen Euro Ablöse, die der Triple-Sieger für ihn überwies. Wenn man schnell den Weg nach vorne sucht, sind die Hannoveraner auch unter dem neuen Coach anfällig, was zuletzt die Partie in Mainz zeigte. Daraus können die Bayern gerade mit diesen Spielern viel Kapital schlagen.
Wir blicken nun einem hoffentlich spannenden und möglichst erfolgreichen Spieltag entgegen. Am Ende entscheidet wie immer die Leistung auf dem Platz, nicht im Büro.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

Der 21. Spieltag

Der vierte Rückrundenspieltag steht bevor und verspricht viele spannende Begegnungen, wie das Süd-West „Derby“ (Sorry liebe VfB-Fans) Stuttgart – Hoffenheim oder das Aufeinandertreffen der Champions League Achtelfinalisten Leverkusen und Schalke. Solche Partien sind schwer vorauszusagen, da sie sehr stark von der Tagesform der einzelnen Teams und Spieler abhängen. Wie sagt man so schön: Spiele auf Augenhöhe. Alles andere als das ist die Partie zwischen den Bayern und Freiburg. Der Rekordmeister, unter der Woche souverän Hamburg aus dem Pokal geworfen, befindet sich zurzeit in einer anderen Sphäre und scheint der Liga zu entwachsen. Auch gegen die Breisgauer ist daher ein einseitiger Spielverlauf zu erwarten. Aufgrund dessen prägen Akteure dieser Auseinandersetzung unsere Startelf. Arjen Robben macht hier den Anfang, der, wenn er nicht unter einer seiner zahlreichen Verletzungen zu leiden hat, ein unverzichtbarer Bestandteil im Gebilde des Triple-Siegers ist. Immer größere Bedeutung erlangen ebenso Mario Götze und Thiago. Beim deutschen Nationalspieler machte sich dies nicht zuletzt in seiner aktuellen Marktwertanpassung durch die Kollegen von Transfermarkt.de bemerkbar. Mit einer Erhöhung auf 55 Mio. Euro avancierte er zum wertvollsten deutschen Spieler aller Zeiten. An seiner Seite wirbelt Thiago, hinten hilft dieser oft beim Spielaufbau aus, um meist wenig später auch den entscheidenden Pass in die Spitze zu spielen oder wie in Suttgart per Traumtor selbst zu treffen. Ein kompletter Mittelfeldspieler. Verhindern will diesen eindeutigen Spielausgang, wie schon in der Hinserie, Oliver Baumann. Der Freiburger Keeper trotz seiner jungen Jahre mal wieder mit einer sehr stabilen Saison (Sport1-Notenschnitt 2,98) patzte bisher nur dreimal – und das alles in einer Partie gegen den HSV. Auswärts bei den Münchnern wird der ehemalige U21-Nationaltorhüter genug Gelegenheit haben sich auszuzeichnen.
Kommen wir zu Schwerpunkt zwei, Eintracht Frankfurt reist zum BVB nach Dortmund. Noch unter der Woche im DFB-Pokal konnte das Team aus „Mainhattan“ gut dagegen halten, allerdings mit dem Heimrecht im Rücken. Im Signal-Iduna-Park gewann die Borussia zwar das letzte mal Mitte November (!) gegen Neapel, jedoch tankte sie dank nun dreier Auswärtssiege in Folge ordentlich Selbstvertrauen. Beim Ligaauftritt in Bremen ragte neben Mkhitaryan besonders Robert Lewandowski heraus. Nach zuvor fünf torlosen Auftritten schnürte der Pole einen Doppelpack und verteidigte somit seinen Platz als Topscorer der Liga. Für das Abwehrzentrum nominieren wir Sokratis, weil er immer sowohl zuverlässig und zweikampfstark als auch torgefährlich nach Standards agiert.
In der Torjägerliste vor Lewandowski steht nur der Herthaner Adrian Ramos, welcher am Samstag den Hamburger Sportverein quasi im Alleingang abschoss (2 Tore, 1 Assist). Verständlich dadurch natürlich eine Berücksichtigung unsererseits in der Startformation.
Zurzeit gibt es wohl nur eine Mannschaft, die ähnlich verunsichert wie der Chaos-HSV ist, Werder Bremen. Diese Schwächephase versuchen wir ausnutzen, indem der beste Gladbacher Stürmer Teil unseres Teams wird, Max Kruse, welcher ironischerweise noch vor wenigen Jahren für zu schlecht befunden und aus Bremen weggeschickt wurde. 0 Punkte aus 3 Spielen spricht zwar ebenfalls nicht für eine überragende Form der Borussen, allerdings hatten diese ein weitaus schwierigeres Auftaktprogramm.
Ein besserer Start ins neue Jahr gelang ohne Frage dem FC Augsburg. Die Fuggerstädter sind nunmehr seit 8 Partien unbesiegt und feierten einen beeindruckenden Triumph in Stuttgart (1:4). Herausragend war dabei sicherlich der frühere Offenbacher Andre Hahn, welcher sein Torkonto auf neun aufstocken konnte. Somit avancierte er zum besten Torschützen unter den Mittelfeldspielern der Liga. Auf der linken Seite der Schwaben sorgt Außenverteidiger Ostrzolek für Schwung und Offensivdrang. Dies zeigt sich in der Flankenstatistik der Liga, die übrigens von Teamkollege Hahn angeführt wird, in der er auf Platz sechs rangiert. Außerdem bildet der gebürtige Bochumer mit Nebenmann Callsen-Bracker eine sehr unanfällige Defensive, so kassierte die Überraschungsmannschaft in den letzten 8 Spielen nur in Dortmund mehr als ein Gegentor. Alles nachvollziehbare Gründe für eine Aufstellung der beiden.
Damit ist unsere Elf komplett und eine Wiederholung der 84 Punkte vom vergangenen Spieltag sollte angestrebt werden.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos