Der 33. Spieltag

Noch einmal schlafen und dann ist auch schon wieder Bundesliga. Allerdings zum vorletzten Mal in dieser Saison. Traditionell finden daher alle Spiele gleichzeitig am Samstag Nachmittag statt.
Als echtes Highlight kann man mit Sicherheit den Gastauftritt der Hoffenheimer in Dortmund bezeichnen. Zwar geht es für beide Teams um rein garnichts mehr, dennoch garantieren die zweit- und drittbeste Offensive ein Spektakel. Hinzu die denkwürdige letzte Begegnung im Signal-Iduna-Park. Am 34. Spieltag der Vorsaison braucht Hoffenehim zwingend einen Sieg, um die Klasse zu halten – und durch zwei Elfmetertore von Sejad Salihovic, eines gegen Großkreutz (ja, der Mann kann einfach jede Position spielen), gelingt dies auch auf dramatische Art und Weise. Wenn über den überragenden Sturm von 1899 geredet wird, darf natürlich ebenso die schwache Abwehr nicht vergessen werden. Es erscheint beinahe surreal, dass ein Team mit 66 Gegentreffern, ein positives Torverhältnis aufweist. Ein gefundenes Fressen für Reus und Mkhitaryan, die beide sichtlich von ihrem Positionstausch profitierten. Der Armenier muss auf der Außenbahn nur noch 180 Grad im Blick haben, was ihm hilft sich besser an das hohe Bundesliga-Tempo zu gewöhnen. Und Reus fällt diese Umstellung ohnehin nicht schwer, da er in Gladbach auf genau dieser Position, leicht hängend hinter der einzigen Spitze, 2012 zu Deutschlands Fußballer des Jahres wurde. Eine Quote von 29 Torbeteiligungen in 28 Einsätzen spricht außerdem für sich. Gerade in 2014 überzeugt der Nationalspieler und erarbeitete sich einen Notenschnitt von 2,24. Konstanz charakterisiert ebenso die Leistungen von Sokratis sehr gut. Für seine Größe und Statur ist der Grieche doch ssehr schnell und beweglich, ohne dabei an Robustheit einzubüßen. Er sammelte im Schnitt 6 Punkte und blieb selten unter der Marke von 5.
Eine Überraschung der Rückrunde verdient sich genauso einen Platz im Team – mit dem besten Schnitt in diesem Zeitraum. Die Sport1-Mitarbeiter bewerteten die Leistungen von Loris Karius 2014 im Durchschnitt mit 2,6. Gegen eine Gladbacher Mannschaft, die noch zarte Hoffnungen auf eine CL-Teilnahme hegt, wird er kaum beschäftigungslos bleiben.
Einer der unterschätztesten Verteidiger der Liga ist Ömer Toprak. In der öffentlichen Wahrnehmung findet er kaum Beachtung, in Fachkreisen allerdings hat er längst Namen wie Naldo oder Westermann den Rang abgelaufen. In der türkischen Nationalelf zählt er ebenfalls zum festen Stamm. Vor allem die überragende Vorstellung beim Hinspiel in Dortmund blieb dabei im Gedächtnis.
Neben dem Dortmunder Block begrüßen wir eine etwas größere Ansammlung aus Wolfsburg in unserem Team. Denn die Reise in die andere Autostadt nach Stuttgart ist ein gern gesehenes Ziel. Die Wölfe gingen aus den vergangenen drei Duellen als Sieger hervor. Solch eine Serie haben die Grün-Weißen gegen keinen anderen Club. Zuletzt stach besonders Ivan Perisic heraus. Der Kroate erzielte in den drei zurückliegenden Partien fünf Tore und schlug somit schon neun mal zu – so oft wie noch nie in der Bundesliga. Er profitiert dabei sicherlich von seinem Hintermann Ricardo Rodriguez, der ihn sowohl defensiv absichert, als auch offensiv untersützt. Der Schweizer weist deshalb zurecht die beste Benotung aller Verteidiger auf (2,86). Es sah so aus, als würde auch Kevin de Bruyne endlich sein gesamtes potential abrufen. Doch nach zwei guten Auftritten (Note 1 und 2), schwächelte der Belgier gegen Freiburg. Der Ex-Bremer wird zeigen wollen, dass das ein Ausrutscher war.
Aus statistischer Sicht führt kein Weg qan Admir Mehmedi vorbei. Außer der Tatsache, dass Freiburg gegen keinen Verein mehr Siege und Tore als gegen Schalke verzeichnet, hat Mehmedi noch eine eigene Serie. In den vergangenen neun Heimspielen traf der Schweizer achtmal – und immer wenn die Breisgauer zuhause gewannen, erzielte Mehmedi mindestens ein Tor.Wir vertrauen daher auf das alt bewährte Motto: the trend is your friend.
Dieser Ausspruch gilt zwar nicht zwingendermaßen für unsere nächsten beiden Protagonisten, dennoch wird ihen wohl keiner ihre Klasse absprechen wollen. Noch vergangenen Samstag schien Ribery seine Krise überwunden zu haben, nur um dann gegen Real Madrid seine einzig auffällige Szene bei einer Ohrfeiger für Daniel Carvajal hatte. Arjen Robben versuchte wenigstens alles, dennoch gelang auch ihm nicht viel. Mit dieser gehörigen Portion Wut im Bauch, und dem Pokalfinale fest im Blick, werden die beiden Superstars auf die Partie in Hamburg brennen. Der HSV wird kämpfen müssen, damit die Zeit auf der Stadion-Uhr des Bundesliga-Dinos nicht abläuft. Verunsicherung sowie schlicht und einfach fehlende Qualität lassen jedoch wenig Hoffnung auf einen Sieg gegen den Rekordmeister.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass diesmal bis 15.15 am Sonnabend die Möglichkeit besteht Veränderungen vorzunehmen. So kann man sicher gehen, dass alle aufgestellten Akteure wirklich eingesetzt werden.
Verfolgen wir also mit Spannung den vorletzten Spieltag und hoffen auf jede Menge Gesprächsstoff.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

EDIT: Ribéry wird durch Götze ersetzt.

Der 32. Spieltag

Zum letzten Mal in dieser Saison gibt es das komplette Fußballwochenende von Freitag bis Sonntag. Denn ab Spieltag 33 finden alle neun Partien am Samstag zeitgleich um um 15.30 Uhr statt. Dabei erwarten uns einige interessante Begegnungen, obwohl es natürlich zu einem so späten Zeitpunkt in vielen Aufeinandertreffen um die sprichwörtlich „Goldene Ananas“ geht.
Daher heißt es auch zum letzten Mal Topspiel am Samstagabend. Bayer Leverkusen empfängt Borussia Dortmund. Im Hinspiel glänzten die Leverkusener mit brutaler Effektivität vor dem Tor und ließen hinten keine wirkliche Chance zu. Aufgrund der Entwicklungen der Rückrunde kann man wohl diesmal ein anderes Bild erwarten. Stürmende Borussen treffen auf eine verunsicherte Bayer-Mannschaft, die trotz des Auswärtserfolgs nicht Nürnberg noch nicht über dem Berg zu sein scheint. Im Mittelpunkt steht daher besonders Bernd Leno. Der U21-Nationalkeeper hielt sich als einer von Wenigen nahezu schadlos während der Krise unter Samy Hyypiä.Der ehemalige Stuttgarter sammelte schon 212 Punkte im Managerspiel und somit so viele wie kein anderer. Den höchsten Durschnittswert aller Akteure besitzt allerdings ein anderer. Seine 7,07 Punkte pro Partie verdankt Marco Reus nicht zuletzt seiner famosen Verfassung der vergangenen Wochen. In den zurückliegenden sechs Partien sammelte der Nationalspieler 48 Punkten, unter anderem erreichte er zweimal die Bestbenotung. 43 Torbeteiligungen in 40 Einsätzen sprechen eine deutliche Sprache. Zurück zur Form fand indes Mhkitaryan. Nachdem er Real Madrid im Alleingang aus dem Wettbewerb hätte schießen können, dies aber nicht tat, zeigte er Moral. Spielerisch überzeugend auf der für ihn neuen Außenposition avancierte der Armenier in München zum Matchwinner. Gegen Mainz stand der 25-Jährige zwar im Schatten von Marco Reus, enttäuschte jedoch keineswegs. Die Schwarz-Gelben kämpfen ja bekanntlich schon das komplette Jahr mit Verletzungssorgen, so fehlt Subotic seit der Hinrundenniederlage in Wolfsburg. Der Serbe wird allerdings mehr als nur ordentlich von Neuzugang Sokratis vertreten. Bereits in der Saison 12/13 hatten die Borusssen mit Santana eine gute Alternative für die Innenverteidigung, die Qualität ist durch den Griechen Sokratis aber nochmal gestiegen.
Den Abschnitt zu Bayern München halten wir diesmal ungewöhnlich kurz. Denn weder Form noch Zeitpunkt des Spiels sprechen besonders stark für einen oder mehrere bestimmte Akteure. Deswegen nominieren wir nur Mario Götze. Der frühere Dortmunder sorgte in Madrid nach seiner Einwechslung für Schwung und hatte die einzige Großchance der Münchner. Ein Startelfeinsatz ist wahrscheinlich.
Bei einem anderen Club aus dem Freistaat musste unter der Woche der Trainer gehen. Gertjan Verbeek macht nach zuletzt acht Niederlagen in neun Pflichtspielen Platz für Prinzen und Mintal. Ob der Trainerwechsel schon in der ersten Partie Erfolg verspricht, darf bezweifelt werden. In Mainz verlor der Club die vergangenen sieben Gastauftritte.Die Mannen vom Bruchweg sind zudem gut drauf, die Niederlage in Dortmund ließ sich zum großen Teil auf die starke Borussia zurückführen. Und selbst dort glänzten die Rheinländer mit Kaltschäuzigkeit im Abschluss, die der gemeine Fan sonst nur vom FC Chelsea kennt.Federführend dabei: Shinji Okazaki. Aus zwei Möglichkeiten erzielte der Japaner die Saisontore 12 und 13. Somit hat der ehemalige Stuttgarter schon jetzt mehr Tore im Mainzer Trikot erzielt als in drei Jahren im Schwabenland. Im Juli verlässt leider Zdenek Pospech die 05er, denn man hat das Gefühl, dass der Oldie erst jetzt so richtig aufblüht. So dynamisch und lauffreudig kam wohl selten ein Spieler seines Alters daher. Aber wer kennt es nicht, die Famile ruft. Der Tscheche zeigt damit, dass es im Leben wichtigeres als Fußball gibt. Gerade deshalb wird er sich in seinen letzten drei Auftritten noch einmal ordentlich reinhauen.
Das Team der Stunde stammt aus Wolfsburg. Die Wölfe siegten in vier der letzten fünf Partien. Sie begrüßen Freiburg in der VW-Arena. Der Sportclub blieb in acht Auswärtsauftritten seit Dezember sechsmal torlos. Konsequenz: Der vermutlich nach David Alaba beste Linksverteidiger der Liga findet den Weg in unsere Elf, Ricardo Rodriguez. Eine offensive Ausrichtung, deswegen häufig mit vielen Flanken, aber ebenso Zweikampfstärke bilden die perfekte Kombination auf dieser Position. Endlich sein erstes Tor konnte dagegen Kevin de Bruyne erzielen. Es scheint so, als könnte der Belgier nach anfänglichen Schwierigkeiten an seine Topleistungen aus Bremen anknüpfen. Kurz vor der Weltmeisterschaft, bei der de Bruynes Belgier als Geheimfavorit gelten, blüht der Blondschopf auf und zeigt sein Potential.
Dem Zuschauer viel Freude bereitet ebenso die Torfabrik aus Sinsheim. Die TSG Hoffenheim stellt nach den Bayern und dem BVB die beste Offensive. Hierbei stechen besonders zwei Talente hervor: Kevin Volland und Roberto Firmino. Umso bemerkenswerter, dass beide sich trotz vielfachem Interesse von Spitzenclubs zu Hoffenheim bekannten. Der Brasilianer Firmino liegt auf Platz drei der Scorerliste und ist nur einer von vier Spielern, die sowohl zweistellig vorlegten, als auch trafen. Volland braucht für dieses Kunststück ebenfalls lediglich noch einen Assist. Zudem gewann die TSG fünf ihrer sechs Heimauftritte 2014.
So, genug des Vorgeplänkels, es ist Zeit für Bundesliga-Fußball. Am Wochenende können die nächsten Entscheidungen fallen. Falls Stuttgart in Hannover siegt und Hamburg sowie Braunschweig federn lassen, haben die Schwaben den Klassenerhalt fest. Außerdem sichern sich bei entsprechend günstiger Konstellation Mainz und Gladbach die Europa League sowie Schalke die Königsklasse. Am Montag sind wir diesbezüglich schlauer.
In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

Der 28. Spieltag

Nachdem die Meisterfrage am Dienstag so früh wie noch nie in der Bundesliga-Geschichte geklärt wurde, könnte man annehmen, dass Langeweile in Liga 1 droht. Dem ist aber mit Nichten so, denn Abstiegskampf und der Wettstreit um die Tickets nach Europa sind spannender denje.
Ein Team, dass sich mit Sicherheit in die Königsklasse einziehen möchte, ist Schalke 04. Diese mussten sich in der Rückrunde nur dem vorzeitigen Champion geschlagen geben. Maßgeblich beteiligt, nicht nur aufgrund seiner Weltklasseleistung gegen den BVB, war daran Ralf Fährmann. Mit 8 Zu-Null-Spielen bei 15 Einsätzen bietet der Ur-Gelsenkirchener den lange ersehnten Rückhalt. Auf der anderen Seite des Feldes glänzt vor allem Klaas-Jan Huntelaar. Einzig Josip Drmic (9mal) traf 2014 öfter als der Niederländer (8mal).
Ähnlich erfolgreich agierte Mario Mandzukic im neuen Kalenderjahr. Der Kroate schlug schon 7-mal zu und wurde zuletzt knapp 60 Minuten geschont, was einen Startelfeinsatz wahrscheinlich macht. Allgemein brauch man sich als Bayern-Fan wohl keine Sorge um einen erneuten Sieg zu machen. Lediglich 4 der 35 Partien nach vorzeitig gesicherten Meisterschaften verloren die Münchner. Genauso eine Pause erhielt Franck Ribéry, was einen Startelfeinsatz von Europas Fußballer des Jahres sehr wahrscheinlich erscheinen lässt. Nach auskurierter Oberschenkelprellung darf ebenso Thiago Alcanthara auf ein Comeback hoffen. Dieser scheint durch seine starken Leistungen auch Vicente Del Bosque auf sich aufmerksam gemacht zu haben. Denn beim letzten Länderspiel der Furia Roja verdrängte der Sohn von Weltmeister Mazinho Xavi 90 Minuten auf die Bank.
Einen eher schwachen Auftritt boten die Mainzer bei Schlusslicht Braunschweig. Dies werden sie gegen Augsburg korrigieren wollen und bauen dabei besonders auf ihre stabile Defensive. Zentrale Bestandteile stellen hier Routinier Pospech und der junge Stefan Bell dar. Die Fuggerstädter sind zwar nicht unbedingt der Lieblingsgegner der 05er, aber mit dem bärenstarken Publikum im Rücken sollte ein Sieg machbar sein.
Diesmal gegen die Braunschweiger tritt Bayer Leverkusen an. Bei einer schwachen Offensive, in diesem Fall der der Eintracht, bietet sich ein Verteidiger des Gegners an. So nominieren wir den zweikampfstarken Emir Spahic, der vor allem zu Saisonbeginn überzeugte.
Ein weiterer Top-Spieler, der sehr stark zurückkehrte, ist Marco Reus. Beim Revierderby fehlte im lediglich die Effizienz im Abschluss.
In letzter Zeit wieder stärker erscheint das Gladbacher Duo Kruse/Raffael. In der Hinrunde stets gute Punktelieferanten waren die schlechte Form der beiden auch Gründe für die anhaltenden Probleme im neuen Jahr. Hamburgs Trainer Slomka verzeichnet zudem, inklusive seines Hannover Engagements, 9 Auswärtspleiten in Folge.
Also wir hoffen auf einen guten Abschluss der englischen Woche mit vielen Punkten.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos.

Der 25. Spieltag

Die erste Hälfte der Champions League Achtelfinals ist vorbei und wie nach den Hinspielen zu erwarten war, setzten sich die Bayern souverän gegen Arsenal durch, während Leverkusen in Paris scheiterte. Nun kommt es zum direkten Duell beider Mannschaften. Nicht nur aufgrund dieser Ergebnisse gehen die Münchner als klarer Favorit in die Partie. Alle ihre aktuellen Rekorde an dieser Stelle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen, aber zu erwähnen ist der in Wolfsburg aufgestellte Rekord von 16 Siegen in Folge. Diese Serie soll natürlich fortgesetzt werden und Pep Guardiola kann dabei wie immer ohne Qualitätsverlust rotieren. So kehrt der gegen Arsenal zunächst nicht berücksichtigte Müller mutmaßlich zurück. Der WM-Torschützenkönig von 2010 stach beim 6:1 in der Autostadt mit 2 Toren und einem Assist definitiv heraus. Der ebenfalls frische Rafinha unterstützt ihn vermutlich auf der rechten Seite. Der Rückkehrer in die Selecao besticht mit Konstanz und Zuverlässigkeit. In seiner Position zwischen Rechtsverteidiger und offensiver Halbraumspieler hat der Brasilianer die meisten Ballkontakte der Liga und nur drei Akteure passen häufiger als er. In beiden Statistiken ebenso weit vorne zu finden, ist Thiago. Der Spanier mit brasilianischen Wurzeln spielt mit 82 Pässen pro Spiel die meisten der Liga bei einer Quote von 89,2% angekommener Zuspiele (Platz 6). Noch bemerkenswerter, aber dennoch nicht überraschend, erscheint die Tatsache, dass der Mittelfeldspieler 1,13 Ballkontakte pro Minute verzeichnen kann und somit als einziger den Ball durchschnittlich mehr als einmal in 60 Sekunden Spielzeit berührt. Außerdem blieb der FC Bayern mit Thiago auf dem Feld noch ohne Punktverlust. Nach ausgestandener Gesäßverletzung führt naturgemäß auch kein Weg an Europas Fußballer des Jahres, Franck Ribéry, vorbei. Da Arjen Robben aller Voraussicht nach eine Pause erhält, wird sich das Flügelspiel vermehrt auf den Franzosen konzentrieren. Allein Marco Reus verzeichnet unter den Mittelfeldakteuren mehr Torschüsse je Match als Ribéry (3,5 zu 3,3). Neben Robert Lewandowski kann nur der 30-jährige mehr Torbeteiligungen als Spiele vorweisen (18 in 15). All dieser Offensivpower sieht sich Bernd Leno ausgesetzt. Der Trend, dass der Torwart der Bayern Gegner stets gut benotet wird, setzt sich auch in 2014 fort. Daher der Ex-Stuttgarter eine logische Wahl, zumal er schon im Hinspiel 9 Punkte für uns als Manager einfahren konnte.
Weiter oben schon kurz Erwähnung fand Lewandowski. Platz 1 in der Scorerliste und bei den Torschüssen (83) sichern ihm auch diesmal einen Platz in unserer Anfangself. Von verschiedenen Seiten mehren sich die Meldungen, dass der Pole fit genug für einen Einsatz ist.
Torgleich und direkt hinter Lewandowski in der Torschussstatistik taucht Adrian Ramos auf. Nach zuvor drei torlosen Begegnungen schlug der Kolumbianer in der Coface-Arena wieder zu. Mit Hannover gastiert zudem nicht gerade ein Angstgegner im Olympiastadion. Die Niedersachsen trafen nur in 10 der vergangenen 19 Aufeinandertreffen. Daher liegt die Nominierung eines Herthaner Abwehspielers ebenfalls nahe. Hier bietet sich Abwehrchef Langkamp an. Dieser harmoniert wunderbar mit Routinier Kobiashvili. So steht er für solide und nahezu fehlerlose Defensivarbeit, auch wenn die Torgefährlichkeit früherer Tage verloren ging.
Mehr als solide agierte zuletzt Hakan Calhanoglu. Überragend gegen Dortmund rettete er auch gegen Frankfurt einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf, denn trotz seiner jungen Jahre übernahm der Türke Verantwortung und versenkte den Strafstoß eiskalt. Eine Eigenschaft, die ihn vielleicht bald zu höherem beruft als den HSV.
Zum Abschluss unserer Vorberichte widmen wir uns noch dem Niedersachenderby. Braunschweig empfängt Wolfsburg und trotz oder vielleicht gerade wegen dem Hinspiel gelten die Wölfe als klarer Favorit. Die 0:2-Niederlage wird den Mannen um Dieter Hecking eine Lehre gewesen sein und sie veranlassen, nicht noch einmal so leichtfertig einen Sieg zu verschenken. Da die Löwen den schwächsten Angriff der Liga darstellen, könnte jemand wie Robin Knoche durchaus glänzen. Zweikampfstärke, Passgenauigkeit, ein gutes Stellungsspiel. All diese wichtigen Merkmale eines Innenverteidigers verkörpert der U21-Nationalspieler bereits jetzt. Weitaus wichtiger für einen Erfolg wird jedoch Kevin de Bruyne werden. Der Belgier, den Klaus Allofs schon nach Bremen lotste, findet langsam besser ins System und bereitete Naldos Führungstreffer gegen die Bayern vor. Zeigt er sein Können noch regelmäßiger, kann er definitiv zu einem der besten Spieler der Bundesliga avancieren.
Behalten wir also diese Entwicklungen im Auge und gehen getreu dem Motto des Kaisers in Spieltag 25 hinein und sagen: „Schaun ‚mer mal“.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

Der 20. Spieltag

Den Anfang machen in dieser Woche Gladbach und Leverkusen am Freitagabend. Die Werkself erschien in den letzten Spielen sehr verunsichert und geriet auch gegen Stuttgart in Rückstand, ehe der wiedergenesene Sam den Siegtreffer einleitete. Gerade die Abwehrreihe wirkte dabei alles andere als stabil, wovon vor allem der bewegliche Brasilianer Raffael profitieren könnte. Nach zwei weniger starken Spielen zu Rückrundenbeginn brennt dieser darauf, seine starken Leistungen, gerade Zuhause, aus dem ersten Halbjahr zu wiederholen.
An seiner Seite soll in unserer Elf Andre Hahn wirbeln. Der Augsburger ist wohl die Überraschung der Hinrunde. Darüberhinaus bestätigt er seine Gefährlichkeit auch im neuen Jahr, was sich in der Flankenstatistik wiederspiegelt. Diese führt er mit 74 Versuchen souverän vor dem Nürnberger Chandler an (Quelle: inside11.de).
Dominiert wird unsere Formation allerdings mal wieder vom FC Bayern, welcher sich derzeit mit einer unglaublichen Konstanz und Dominanz durch die Liga bewegt. Dies zeigte sich zuletzt gegen Frankfurt sehr deutlich (6 Spieler mit Sport1 Note 2,5 oder besser). Wieder fit und somit eigentlich unverzichtbar für uns die beste Flügelzange der Welt, Robbery. Der Franzose überzeugte bei seinem Comeback letzten Sonntag (Note 1) ebenso wie Robben (ein Tor, eine Vorlage). Überragender Mann war jedoch jemand anders: Thiago Alcantara. Passquote von sage und schreibe 97%, neuer Bundesliga Rekord mit 185 Ballkontakten (vorher Schweinsteiger 157) und nahezu an jeder gefährlichen Aktion beteiligt. Als vierten und somit letzten Bayern Akteur nominieren wir Marcio Rafael Ferreira de Souza, kurz Rafinha. Profitierend von Lahms neuer Position im Mittelfeld mausert sich der Brasilianer immer mehr zum Leistungsträger. So absolvierte er 15 der bisherigen 19 Ligapartien von Anfang an. Seine neue Rolle im System von Guardiola als sogenannter falscher Außenverteidiger (das heißt ein Außenverteidiger, welcher sich im Offensivspiel vor allem im Halbraum des Mittelfelds aufhält) scheint ihm dabei sehr zu Gute zu kommen.
Aufgrund der zu erwartenden Überlegenheit des designierten Meisters setzen wir auf eine unserer bewährten Strategien und stellen den Torwart des Gegners, in diesem Fall Raphael Schäfer auf.
Einen nächsten, kleineren Schwerpunkt stellt die Begegnung Bremen gegen Dortmund dar. In der Hansestadt lief es zuletzt alles andere als rund und nachdem der BVB sich in Braunschweig zumindest aus seiner Ergebniskrise befreien konnte, setzen wir auf einen Sieg der Westfalen. Da die Grün-Weißen weder vorne noch hinten für gute Leistungen sorgten, steht diesem wenig im Wege. Deshalb empfiehlt es sich, sowohl den Ex-Bremer Sokratis aus der Dortmunder Defensive als auch deren Top-Stürmer Lewandowski zu berücksichtigen.
Komplettiert wird unsere Dreierkette durch den Schweizer Rodriguez. Mit 56 Flanken rangiert dieser in dieser Statistik auf Platz 8, wobei er sich ebenfalls in puncto gewonnene Zweikämpfe in den Top 20 auftaucht (63%).
Zehn Plätze vergeben, bleibt die Frage, wer fehlt noch?
Logisch erscheint dort der führende der Torjägerliste, Adrian Ramos. Erfolgreich auch zuletzt gegen Nürnberg glänzt er, wie schon im vergangenen Eintrag erwähnt, vor allem durch Konstanz.
So weit, so gut zu den Vorüberlegungen, jetzt liegt es an den Spielern, unsere Erwartungen zu erfüllen.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

EDIT: Da uns am Freitagmittag die Nachricht erreichte, dass Franck Ribéry für unbestimmte Zeit ausfallen wird, müssen wir ihn natürlich ersetzen. Nahe liegt dabei der deutsche Nationalspieler Mario Götze. Dieser stach ebenso wie Ribéry und Thiago noch aus einer sehr guten Bayern Mannschaft heraus und wird ein immer mehr wachsender Bestandteil des Rekordmeisters.