Der 25. Spieltag

Die erste Hälfte der Champions League Achtelfinals ist vorbei und wie nach den Hinspielen zu erwarten war, setzten sich die Bayern souverän gegen Arsenal durch, während Leverkusen in Paris scheiterte. Nun kommt es zum direkten Duell beider Mannschaften. Nicht nur aufgrund dieser Ergebnisse gehen die Münchner als klarer Favorit in die Partie. Alle ihre aktuellen Rekorde an dieser Stelle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen, aber zu erwähnen ist der in Wolfsburg aufgestellte Rekord von 16 Siegen in Folge. Diese Serie soll natürlich fortgesetzt werden und Pep Guardiola kann dabei wie immer ohne Qualitätsverlust rotieren. So kehrt der gegen Arsenal zunächst nicht berücksichtigte Müller mutmaßlich zurück. Der WM-Torschützenkönig von 2010 stach beim 6:1 in der Autostadt mit 2 Toren und einem Assist definitiv heraus. Der ebenfalls frische Rafinha unterstützt ihn vermutlich auf der rechten Seite. Der Rückkehrer in die Selecao besticht mit Konstanz und Zuverlässigkeit. In seiner Position zwischen Rechtsverteidiger und offensiver Halbraumspieler hat der Brasilianer die meisten Ballkontakte der Liga und nur drei Akteure passen häufiger als er. In beiden Statistiken ebenso weit vorne zu finden, ist Thiago. Der Spanier mit brasilianischen Wurzeln spielt mit 82 Pässen pro Spiel die meisten der Liga bei einer Quote von 89,2% angekommener Zuspiele (Platz 6). Noch bemerkenswerter, aber dennoch nicht überraschend, erscheint die Tatsache, dass der Mittelfeldspieler 1,13 Ballkontakte pro Minute verzeichnen kann und somit als einziger den Ball durchschnittlich mehr als einmal in 60 Sekunden Spielzeit berührt. Außerdem blieb der FC Bayern mit Thiago auf dem Feld noch ohne Punktverlust. Nach ausgestandener Gesäßverletzung führt naturgemäß auch kein Weg an Europas Fußballer des Jahres, Franck Ribéry, vorbei. Da Arjen Robben aller Voraussicht nach eine Pause erhält, wird sich das Flügelspiel vermehrt auf den Franzosen konzentrieren. Allein Marco Reus verzeichnet unter den Mittelfeldakteuren mehr Torschüsse je Match als Ribéry (3,5 zu 3,3). Neben Robert Lewandowski kann nur der 30-jährige mehr Torbeteiligungen als Spiele vorweisen (18 in 15). All dieser Offensivpower sieht sich Bernd Leno ausgesetzt. Der Trend, dass der Torwart der Bayern Gegner stets gut benotet wird, setzt sich auch in 2014 fort. Daher der Ex-Stuttgarter eine logische Wahl, zumal er schon im Hinspiel 9 Punkte für uns als Manager einfahren konnte.
Weiter oben schon kurz Erwähnung fand Lewandowski. Platz 1 in der Scorerliste und bei den Torschüssen (83) sichern ihm auch diesmal einen Platz in unserer Anfangself. Von verschiedenen Seiten mehren sich die Meldungen, dass der Pole fit genug für einen Einsatz ist.
Torgleich und direkt hinter Lewandowski in der Torschussstatistik taucht Adrian Ramos auf. Nach zuvor drei torlosen Begegnungen schlug der Kolumbianer in der Coface-Arena wieder zu. Mit Hannover gastiert zudem nicht gerade ein Angstgegner im Olympiastadion. Die Niedersachsen trafen nur in 10 der vergangenen 19 Aufeinandertreffen. Daher liegt die Nominierung eines Herthaner Abwehspielers ebenfalls nahe. Hier bietet sich Abwehrchef Langkamp an. Dieser harmoniert wunderbar mit Routinier Kobiashvili. So steht er für solide und nahezu fehlerlose Defensivarbeit, auch wenn die Torgefährlichkeit früherer Tage verloren ging.
Mehr als solide agierte zuletzt Hakan Calhanoglu. Überragend gegen Dortmund rettete er auch gegen Frankfurt einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf, denn trotz seiner jungen Jahre übernahm der Türke Verantwortung und versenkte den Strafstoß eiskalt. Eine Eigenschaft, die ihn vielleicht bald zu höherem beruft als den HSV.
Zum Abschluss unserer Vorberichte widmen wir uns noch dem Niedersachenderby. Braunschweig empfängt Wolfsburg und trotz oder vielleicht gerade wegen dem Hinspiel gelten die Wölfe als klarer Favorit. Die 0:2-Niederlage wird den Mannen um Dieter Hecking eine Lehre gewesen sein und sie veranlassen, nicht noch einmal so leichtfertig einen Sieg zu verschenken. Da die Löwen den schwächsten Angriff der Liga darstellen, könnte jemand wie Robin Knoche durchaus glänzen. Zweikampfstärke, Passgenauigkeit, ein gutes Stellungsspiel. All diese wichtigen Merkmale eines Innenverteidigers verkörpert der U21-Nationalspieler bereits jetzt. Weitaus wichtiger für einen Erfolg wird jedoch Kevin de Bruyne werden. Der Belgier, den Klaus Allofs schon nach Bremen lotste, findet langsam besser ins System und bereitete Naldos Führungstreffer gegen die Bayern vor. Zeigt er sein Können noch regelmäßiger, kann er definitiv zu einem der besten Spieler der Bundesliga avancieren.
Behalten wir also diese Entwicklungen im Auge und gehen getreu dem Motto des Kaisers in Spieltag 25 hinein und sagen: „Schaun ‚mer mal“.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

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Der 23. Spieltag

Nachdem der letzte Spieltag doch einige Überraschungen parat hatte, die uns Punkte kosteten, gehen wir mit neuem Optimismus in Runde 23. Eine dieser Überraschungen war mit Sicherheit der Sieg des HSV gegen Dortmund. Überragend dabei vor allem die Abwehrleistung der Hamburger, wobei der zuletzt ausgemusterte Rajkovic herausragte. Der als hochveranlagter Verteidiger geltende Serbe, welcher einst schon mit 15 sein Profi-Debüt beim OFK Belgrad gab, scheint nun endlich dieses Potential abrufen zu können. Dazu kommt, dass man mit den Bremern bei der schlechtesten Offensive der Rückrunde gastiert. Teamkollege Lasogga kann im Gegensatz zu den meisten seiner Mitstreiter als Gewinner der Saison bezeichnet werden. 9 seiner 11 Saisontore erzielte er zudem auswärts. Zurecht wurde er nun mit der Berufung in die Nationalelf belohnt.
Ebenfalls erstmals von Jogi Löw berücksichtigt, wird der Augsburger Andre Hahn. Ein Fakt, der dabei sicherlich eine Rolle spielt: 4 Tore und 4 Assists bedeuten Platz 1 der Scorerliste im neuen Jahr. Somit der gebürtige Niedersachse ein absoluter Punktegarant.
Die Hertha aus Berlin stellt zwei weitere Akteure für unsere Elf. Nummer eins ist natürlich Adrian Ramos, der Woche für Woche seine Klasse unter Beweis stellt. Trotz einer etwas schwächeren Leistung in Stuttgart, sammelte er auch dort einen Scorerpunkt. Peter Pekarik fand zuletzt immer häufiger den Weg in die blau-weise Startelf und rechtfertigt dies mit guten Partien. Desweiteren reist mit den Freiburgern eine Mannschaft in die Hauptstadt, die die letzten vier Auswärtsspiele allesamt zu Null verlor.
Nach der bisher nur punktuellen Auswahl von Spielern, dominiert eine Begegnung den Rest unserer Formation: das Topspiel am Samstagabend zwischen Bayern München und Schalke 04. Beide Teams zwar Champions League Achtelfinalisten und doch erscheint der Unterschied riesengroß. So überrollen die Münchner derzeit Liga und steuern auf nächsten Rekord zu. Mit 14 Siegen in Folge fehlt ihnen nur noch ein Erfolg zu ihrer eigenen Bestmarke aus dem Jahr 2005, als sie 15 mal hintereinander triumphierten. Herausragend dabei nach zwischenzeitlicher Degradierung Nationalspieler Toni Kroos. So machte er bei Arsenal London sein wohl bestes Spiel im Bayerndress und überzeugte auch vor Wochenfrist nach Einwechslung in Hannover als Taktgeber und Architekt der bayrischen Offensivstrategie. Da auch Bastian Schweinsteiger vermehrt Matchpraxis erhält, findet sich Thiago in einer etwas neueren Rolle wieder. Sowohl in London, als auch in Hannover agierte er auf einer der beiden Außenbahnen, was zumindest solange Bestand haben sollte, bis Franck Ribery wieder vollständig genesen ist. Weiterhin ist der Sohn des brasilianischen Weltmeisters Mazinho der erste Profi, der seine ersten elf Bundesliga Begegnungen gewann.
Durch diesen neuen Arbeitsplatz des Spaniers kann Mario Götze wieder auf seiner Paradeposition direkt hinter der Spitze auflaufen. Meist ergänzt wird das Duo Götze-Kroos im Mittelfeld von Philipp Lahm. Der Kapitän verdeutlicht Spiel für Spiel, warum ihn Pep Guardiola als „intelligentesten Spieler, den ich je trainiert habe“ bezeichnet. Und das bei Größen wie Xavi, Iniesta und Messi, die schon unter Guardiola auf dem Rasen standen. Für die Aktionen um und im Strafraum des Gegners zeigen sich allerdings häufig andere Spieler verantwortlich, allen voran ist hier Arjen Robben zu nennen. Vor seiner Verletzung durch ein brutales Foul des Augsburgers Hitz befand sich der Niederländer vermutlich in der Form seines Lebens und auch jetzt knöpft der 30-jährige dort wieder nahtlos an. Gegen die Schalker wird daher maßgeblich ein Mann im Mittelpunkt stehen: Ralf Fährmann. Wie schon mehrmals erläutert, empfiehlt es sich oft, auf den Torwart des Bayern Gegners zurückzugreifen, da dieser sich regelmäßig vielen Torschüssen ausgesetzt sieht und sich so ein ums andere mal beweisen kann.
Ein Spieltag mit einigen interessanten Aufeinandertreffen steht uns somit bevor und wir freuen uns drauf.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

Der 22. Spieltag

Spieltag 22 steht natürlich vor allem unter dem Stern des neuen HSV-Trainers, Mirko Slomka. Wie so oft erschien auch hier dieser Wechsel als letzter Strohhalm, um den drohenden Abstieg zu verhindern. Ob die Rothosen gleich im ersten Spiel davon profitieren, ist jedoch mehr als fraglich. 9 Liganiederlagen in Serie gehen an keiner Mannschaft spurlos vorbei. Darüberhinaus gastiert mit den Dortmundern nicht gerade Laufkundschaft. Diese finden genau rechtzeitig zum Champions-League Achtelfinale bei Zenit St. Petersburg zur Topform zurück. Glänzen konnte dabei besonders der Armenier Mkhitaryan im Zusammenspiel mit Lewandowski. Der Spielmacher der Borussen, der sich zuvor in einer länger andauernden Formkrise befand, lieferte in den beiden vergangenen Spielen seine vermutlich besten Leistungen in der Liga (Note 1 und 1,5) ab. Der polnische Nationalstürmer verzeichnete exakt die selben Bewertungen und schloss in der Torjägerliste wieder zu Adrian Ramos auf.
Auch dieser findet erneut den Weg in unsere Startelf, da er mit 14 Toren in 21 Spielen oft genug seine Klasse in dieser Saison bewiesen hat. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Stuttgarter, kommender Gegner der Berliner, 9 Ligapartien in Folge mindestens zwei Gegentore kassiert haben. Optimale Voraussetzungen also für den Kolumbianer, der sich nach wie vor Hoffnungen macht, auf den WM-Zug aufzuspringen.
Als Team der Stunde, ebenfalls vor dem Achtelfinale in der Königsklasse stehend, kann sich mit Sicherheit Schalke 04 bezeichnen. Zwar wartet mit Mainz ein unangenehmer Gegner, doch mit 4 Siegen im Rücken werden sie auch dieses mal ohne Angst ins Spiel gehen. Ursprung des königsblauen Aufschwungs ist ohne Frage die stabilisierte Defensive. Aufgrund der Verletzung von Kapitän Höwedes haben sich hier Santana und Matip fest gespielt. In 7 Partien mit diesem Innenverteidiger-Duo blieben die Gelsenkirchener 5 mal gegentorlos und kassierten auch in den beiden anderen Begegnungen nur jeweils einen Treffer. Deshalb berücksichtigen wir den Brasilianer in unserer Abwehr.
Mit nur 15 Toren kommt die schwächste Offensive der Liga aus Braunschweig. Das Gastspiel in Nürnberg kennt daher nur einen Favoriten, den Club. Dieser gewann nach siegloser Hinrunde bisher 3 der 4 Rückrundenpartien, nur gegen die Bayern war der ehemalige Rekordmeister chancenlos. Bei diesen 3 Siegen mussten die Clubberer insgesamt nur ein Gegentor hinnehmen. Deswegen stellen wir sowohl einen Abwehrspieler der Nürnberger als auch deren Torhüter auf. Auf Marvin Plattenhardt fällt unsere Wahl, da er als Außenverteidiger, aufgrund der zu erwartenden Beschäftigungslosigkeit hinten, viel Druck nach vorne entfalten kann. Raphael Schäfer zeigte als einer der wenigen Franken schon in der Hinserie oft gute Leistungen und bestätigt dies weiterhin.
5 Auswärtsspiele ohne Niederlage. Bei einer solchen Serie erwartet man wahrscheinlich Namen wie Leverkusen, Dortmund oder Schalke, doch kann keines dieser Teams eine derartige Bilanz aufweisen. Ganz im Gegensatz zum FC Augsburg. Die heimschwachen Freiburger (nur 2 Siege) kommen da als Gegner gerade recht. 9 Saisontore und somit weiterhin gefährlichster Schwabe ist André Hahn. Einer überragenden Leistung in Stuttgart folgte ein etwas schwächerer Auftritt im bayrischen Derby, welcher allerdings nicht den starken Gesamtauftritt in seiner ersten vollständigen Bundesligasaison trübt. Ein weiterer überraschender Fakt zu den Fuggerstädter ist, dass sie den Abwehrspieler mit den meisten Torvorlagen in ihren Reihen haben. Denn nicht etwa Philipp Lahm oder David Alaba führen diese Statistik an, sondern Matthias Ostrzolek. Interessanterweise weist der Ex-Bochumer mit seinen 7 Assists mehr als doppelt so viele auf wie alle Freiburger Verteidiger zusammen (3).
Ein Dreigestirn aus der bayrischen Landeshauptstadt komplettiert unsere Elf. Mit Hannover wartet für die Münchnern alles andere als ein Angstgegner (32 Siege in 49 Aufeinandertreffen). Zuletzt in der Bundesliga geschont und daher am Sonntag vermutlich wieder dabei, ist Thiago Alcantara. Durch seine spektakuläre und trotzdem effektive Spielweise scheint er prädestiniert für eine gute Benotung. Solange Franck Ribery verletzt ausfällt, sorgen vor allem zwei Spieler für die kreativen und außergewöhnlichen Momente in der bayrischen Offensive: Mario Götze und Arjen Robben. Der Niederländer war wie so oft auch in London der Akteur, der am nachdringlichsten Zug zum Tor entwickelte und so unter anderem den Strafstoß sowie die Rote Karte herausholte. Nach Anfangsproblemen rechtfertigt Mario Götze nun zunehmend die 37 Millionen Euro Ablöse, die der Triple-Sieger für ihn überwies. Wenn man schnell den Weg nach vorne sucht, sind die Hannoveraner auch unter dem neuen Coach anfällig, was zuletzt die Partie in Mainz zeigte. Daraus können die Bayern gerade mit diesen Spielern viel Kapital schlagen.
Wir blicken nun einem hoffentlich spannenden und möglichst erfolgreichen Spieltag entgegen. Am Ende entscheidet wie immer die Leistung auf dem Platz, nicht im Büro.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

Der 21. Spieltag

Der vierte Rückrundenspieltag steht bevor und verspricht viele spannende Begegnungen, wie das Süd-West „Derby“ (Sorry liebe VfB-Fans) Stuttgart – Hoffenheim oder das Aufeinandertreffen der Champions League Achtelfinalisten Leverkusen und Schalke. Solche Partien sind schwer vorauszusagen, da sie sehr stark von der Tagesform der einzelnen Teams und Spieler abhängen. Wie sagt man so schön: Spiele auf Augenhöhe. Alles andere als das ist die Partie zwischen den Bayern und Freiburg. Der Rekordmeister, unter der Woche souverän Hamburg aus dem Pokal geworfen, befindet sich zurzeit in einer anderen Sphäre und scheint der Liga zu entwachsen. Auch gegen die Breisgauer ist daher ein einseitiger Spielverlauf zu erwarten. Aufgrund dessen prägen Akteure dieser Auseinandersetzung unsere Startelf. Arjen Robben macht hier den Anfang, der, wenn er nicht unter einer seiner zahlreichen Verletzungen zu leiden hat, ein unverzichtbarer Bestandteil im Gebilde des Triple-Siegers ist. Immer größere Bedeutung erlangen ebenso Mario Götze und Thiago. Beim deutschen Nationalspieler machte sich dies nicht zuletzt in seiner aktuellen Marktwertanpassung durch die Kollegen von Transfermarkt.de bemerkbar. Mit einer Erhöhung auf 55 Mio. Euro avancierte er zum wertvollsten deutschen Spieler aller Zeiten. An seiner Seite wirbelt Thiago, hinten hilft dieser oft beim Spielaufbau aus, um meist wenig später auch den entscheidenden Pass in die Spitze zu spielen oder wie in Suttgart per Traumtor selbst zu treffen. Ein kompletter Mittelfeldspieler. Verhindern will diesen eindeutigen Spielausgang, wie schon in der Hinserie, Oliver Baumann. Der Freiburger Keeper trotz seiner jungen Jahre mal wieder mit einer sehr stabilen Saison (Sport1-Notenschnitt 2,98) patzte bisher nur dreimal – und das alles in einer Partie gegen den HSV. Auswärts bei den Münchnern wird der ehemalige U21-Nationaltorhüter genug Gelegenheit haben sich auszuzeichnen.
Kommen wir zu Schwerpunkt zwei, Eintracht Frankfurt reist zum BVB nach Dortmund. Noch unter der Woche im DFB-Pokal konnte das Team aus „Mainhattan“ gut dagegen halten, allerdings mit dem Heimrecht im Rücken. Im Signal-Iduna-Park gewann die Borussia zwar das letzte mal Mitte November (!) gegen Neapel, jedoch tankte sie dank nun dreier Auswärtssiege in Folge ordentlich Selbstvertrauen. Beim Ligaauftritt in Bremen ragte neben Mkhitaryan besonders Robert Lewandowski heraus. Nach zuvor fünf torlosen Auftritten schnürte der Pole einen Doppelpack und verteidigte somit seinen Platz als Topscorer der Liga. Für das Abwehrzentrum nominieren wir Sokratis, weil er immer sowohl zuverlässig und zweikampfstark als auch torgefährlich nach Standards agiert.
In der Torjägerliste vor Lewandowski steht nur der Herthaner Adrian Ramos, welcher am Samstag den Hamburger Sportverein quasi im Alleingang abschoss (2 Tore, 1 Assist). Verständlich dadurch natürlich eine Berücksichtigung unsererseits in der Startformation.
Zurzeit gibt es wohl nur eine Mannschaft, die ähnlich verunsichert wie der Chaos-HSV ist, Werder Bremen. Diese Schwächephase versuchen wir ausnutzen, indem der beste Gladbacher Stürmer Teil unseres Teams wird, Max Kruse, welcher ironischerweise noch vor wenigen Jahren für zu schlecht befunden und aus Bremen weggeschickt wurde. 0 Punkte aus 3 Spielen spricht zwar ebenfalls nicht für eine überragende Form der Borussen, allerdings hatten diese ein weitaus schwierigeres Auftaktprogramm.
Ein besserer Start ins neue Jahr gelang ohne Frage dem FC Augsburg. Die Fuggerstädter sind nunmehr seit 8 Partien unbesiegt und feierten einen beeindruckenden Triumph in Stuttgart (1:4). Herausragend war dabei sicherlich der frühere Offenbacher Andre Hahn, welcher sein Torkonto auf neun aufstocken konnte. Somit avancierte er zum besten Torschützen unter den Mittelfeldspielern der Liga. Auf der linken Seite der Schwaben sorgt Außenverteidiger Ostrzolek für Schwung und Offensivdrang. Dies zeigt sich in der Flankenstatistik der Liga, die übrigens von Teamkollege Hahn angeführt wird, in der er auf Platz sechs rangiert. Außerdem bildet der gebürtige Bochumer mit Nebenmann Callsen-Bracker eine sehr unanfällige Defensive, so kassierte die Überraschungsmannschaft in den letzten 8 Spielen nur in Dortmund mehr als ein Gegentor. Alles nachvollziehbare Gründe für eine Aufstellung der beiden.
Damit ist unsere Elf komplett und eine Wiederholung der 84 Punkte vom vergangenen Spieltag sollte angestrebt werden.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

Der 19. Spieltag

Zum Auftakt der Rückrunde konnten wir mit unserer Mannschaft passable 74 Punkte erreichen. Darauf lässt sich aufbauen, aber nicht ausruhen. Wir streben daher für den zweiten Spieltag der Rückrunde eine Verbesserung an und machen uns neue Gedanken um die richtige Formation.
Fokussieren wir uns zunächst auf die erste Partie der Runde am Freitagabend: die Dortmunder Borussia gastiert in Braunschweig. Obwohl der Aufsteiger im Hinspiel gut dagegen hielt, ist eine sehr einseitige Begegnung vorprogrammiert. Daher wird vor allem der Schlussmann der Niedersachsen, Daniel Davari, enorm unter Beschuss geraten und somit genug Gelegenheit bekommen, sich auszuzeichnen. Die nicht gerade überragende Chancenverwertung der Schwarz-Gelben in letzter Zeit tut dort ihr übriges. Trotz dieser Probleme zuletzt setzen wir auf einen klaren Sieg des BVB. Bei diesem Unterfangen spielt Marco Reus eine große Rolle, der mit seinem Tempo und seiner Dribbelstärke der Eintracht große Schwierigkeiten bereiten sollte. Kaum zu erwarten, ist ein Sturmlauf des Tabellenschlusslichts, weshalb Sokratis unser Abwehrzentrum bekleiden wird. Der zweikampfstarke Grieche kann zudem durch seine Gefahr bei Standardsituationen punkten.
Unser zweites Gerüst stellen mal wieder vier Spieler vom FC Bayern dar. Ungeachtet der mäßigen Partie gegen den VfB Stuttgart unter der Woche werden auch die Frankfurter den bayrischen Lauf nicht stoppen können. David Alaba und Rafinha komplettieren aus diesem Grund unsere Dreierkette, denn defensiv kaum gefordert, liegt eine hohe Beteiligung am Offensivspiel nahe. Im Zentrum des Münchner Erfolgs standen zuletzt immer öfter zwei Akteure: Thiago und Götze. Der deutsche Nationalspieler agierte in den ersten zwei Matches des neuen Jahres als sogenannte „falsche Neun“ und überzeugte zumindest beim Auswärtsspiel in Gladbach dort. Gegen die unbeweglichen Eintracht Verteidiger könnte er für enorme Unruhe sorgen. Thiagos Klasse ist spätestens seit seinem Traumtor bei den Schwaben jedem offenkundig.
Gute Neuzugänge gab es ohne Zweifel einige vor dieser Saison, doch dabei sticht ein Duo aus Mönchengladbach besonders hervor. Der Ex-Freiburger Kruse und Favres Lieblingsschüler Raffael zeigten ohne Frage bereits in der Vergangenheit ordentliche Leistungen, jedoch konnte niemand erwarten, dass diese beiden auf Anhieb so gut harmonieren. Sie ergänzen sich perfekt in ihrer Spielweise und passen einwandfrei in das technisch anspruchsvolle Spiel des Schweizer Trainers. Aufgrund dessen ist auch die Hannoveraner Defensive vorgewarnt.
Ein weiterer Neuling in seiner Mannschaft kommt ebenso immer besser in Form und erzielt Tor um Tor. Die Rede ist vom japanischen Nationalstürmer Shinji Okazaki. In Stuttgart noch Mitläufer entwickelt er sich am Rhein immer mehr zum Leistungsträger als zentrale Spitze. 8 Tore in den letzten 9 Begegnungen sprechen eine deutliche Sprache. Wie schon an Spieltag 18 vervollständigt der Berliner Adrian Ramos unsere Sturmreihe. Zuletzt nur auffällig in einem aufreibenden Duell gegen Zambrano, bei dem ihm ein Elfmeter verweigert wurde, trat er sonst als einer der konstantesten Akteure der Saison auf (nur 3 mal Note 4 oder schlechter). Der führende in der Torschützenliste (zusammen mit Robert Lewandowski) erscheint somit als eine logische Wahl für unsere Elf.
Hiermit ist unsere Startformation komplett und wir hoffen, eine Punktzahl zumindest jenseits der 70 zu erreichen, um unsere Position zu festigen.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

Der 18. Spieltag

Los geht die Rückrunde mit einem echten Knallerspiel: die Borussia aus Mönchengladbach empfängt den deutschen Rekordmeister Bayern München.
Im Zeichen dieses Topmatches steht auch unsere Aufstellung. Die Bayern kommen mit einem unglaublichen Selbstbewusstsein aus der Hinserie, ohne den Übermut vergangener Tage. Hilfreich war in dieser Hinsicht mit Sicherheit der Dämpfer im Test gegen Red Bull Salzburg, in dem der Herbstmeister eine ungewohnt schwache Vorstellung ablieferte. Die 3:0- Niederlage sagt natürlich jedoch nichts über den wahren Leistungsstand dieser Mannschaft aus und genau das werden sie gegen Gladbach beweisen wollen. Seit über 40(!) Ligapartien ungeschlagen, die beste Defensive und Offensive der Liga, alles gute Voraussetzungen für einen guten Start. Daher finden auch 3 Spieler des Rekordmeisters den Weg in unsere Startelf. Zuerst holen wir uns die beste linke Seite der Welt ins Team, Franck Ribery und David Alaba. Der junge Österreicher, mal wieder mit einer sehr konstanten Halbserie (Sport1 Notenschnitt 2,82), ist ein Garant für stabile Leistungen und gute Bewertungen. Ribery wird nach der verpassten Weltfußballerauszeichnung (Platz 3) zeigen wollen, dass er auch im Jahr 2014 seinen überragenden Notenschnitt von 2,31 bestätigen kann. Ergänzend dazu gesellt sich Guardiolas Wunschspieler Thiago, der nach anfänglichen Verletzungsproblemen spätestens seit der Klub WM die erhoffte Verstärkung darstellt.
Auf der anderen Seite des Spielfeldes wird jemand wohl sein vorerst letztes Ligaspiel gegen Bayern bestreiten: Marc-Andre Ter Stegen. Wir wählen ihn nicht nur aufgrund dessen als unseren Rückhalt, sondern auch aufgrund einer bewährten Strategie aus der Vorrunde. So erreichten die Torhüter der Bayerngegner einen deutlich besseren Wert als der Ligadurchschnitt (2,75 zu 3,03). Falls ihr etwas Geld sparen wollt, gilt ähnliches für die Dortmunder Kontrahenten (2,79 zu 3,03). In diesem Fall wäre der Augsburger Schlussmann Hitz zu wählen, der mit einem Marktwert von 0,4 Millionen eine kostengünstige Alternative darstellt.
Bleiben wir bei der Partie des Meisters von 2011 und 2012. Den Borussen ging zum Ende der Hinrunde die Luft aus und dementsprechend haben sie sich schon einen großen Rückstand eingehandelt. Diesen werden sie nun versuchen möglichst schnell wett zu machen, daher kommen sie voller Motivation und mit guten Eindrücken aus dem Trainingslager zurück. Mit Hummels, Subotic und Gündogan fehlen zwar immer noch zentrale Säulen, dennoch werden die überraschend starken Augsburger kaum ein Hindernis sein. An dieser Stelle kommt aus finanziellen Gründen die Frage auf: Reus oder Lewandowski? Ich habe mich am heutigen Spieltag für den deutschen Nationalspieler entschieden, da er eine etwas konstantere Hinrunde spielte als der Pole ( Notenschnitt 2,5 zu 2,94).
Wie ihr vielleicht auch die nächsten Wochen feststellen werdet, bin ich ein Fan von Blöcken aus einer Mannschaft, da man so vor allem Wert auf Spiele legen kann, von deren Ausgang man am meisten überzeugt ist.
Der zweite Block an diesem Spieltag stammt aus Wolfsburg. Die Mannen aus der Autostadt legten einen echten Endspurt hin und schnuppern gar an den Championsleagueplätzen. Mit dem Zugang von Kevin de Bruyne aus London gewinnt das Team noch mehr an Qualität. Dieser überzeugte schon bei seiner ersten Bundesligasaison in Bremen mit 10 Toren und 9 Assists und ist daher nach Thiago und Ribery unser dritter Mann im Mittelfeld. Vervollständigt wird unsere Viererreihe vom U20-Nationalspieler Arnold, der trotz seines jungen Alters mit konstanter Leistung und geringem finanziellen Aufwand überzeugt.
Zusammen mit Diego werden diese beiden unseren Oldie des Teams mit Vorlagen füttern: Ivica Olic. 7 Saisontore zeigen, dass dieser noch nicht zum alten Eisen gehört.
Unsere Abwehr wird ebenfalls von zwei Wolfsburgern komplettiert: Ricardo Rodriguez und Robin Knoche. Der Schweizer überzeugt mit Konstanz, Offensivdrang und zuletzt auch Torgefahr (3 Tore). An seiner Seite überzeugte der junge Knoche so sehr, dass er selbst Heckings Wunschspieler Klose verdrängen konnte. Trotz seines Alters ist der Juniorennationalspieler inzwischen nicht mehr aus der Viererkette der Wolfsburger wegzudenken.
Warum so viele Wolfsburger? Zur oben bereits erwähnten guten Form vor der Winterpause kommt mit Hannover ein sehr verunsicherter Gegner in die VW-Arena. Neuer Trainer, Auswärtsallergie, Unruhe im Umfeld. Alles keine guten Voraussetzungen für einen gelungenen Start ins neue Fußballjahr. Unter diesen Vorraussetzungen müssen die Wölfe sowohl ein dominantes als auch ein erfolgreiches Spiel absolvieren.
Den letzten verbliebenen Platz in unserer Startelf widmen wir einer der Überraschungen der Hinrunde: Adrian Ramos von Hertha BSC. Zusammen mit Robert Lewandowski führt dieser die Torjägerliste an und brachte die Berliner auf einen sensationellen 6. Platz. Anders als in früheren Jahren überzeugte er dort auch mit Konstanz und Treffsicherheit mit Kopf wie Fuß. Sein neu entdecktes Engagement sichert ihm einen der wohl unumstrittensten Stammplätze der Bundesliga. Gegen die Frankfurter dominierte der Aufsteiger schon das Hinspiel und im Gegensatz zum Saisonbeginn spielten die Hauptstädter zuletzt auch auswärts erfolgreich.
Wie so oft im Fußball sind solche Vorüberlegungen natürlich keine Garantie, jedoch eine nützliche Hilfe. Am Sonntagabend werden wir diesbezüglich schlauer sein.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

EDIT: Da sich Ribéry im Laufe der Woche aber verletzt hat, stellen wir einfach seinen Ersatz, den Schweizer Shaqiri, auf. Der Franzose ist zwar einer der wenigen Spieler, dessen Ausfall selbst die Bayern trifft, aber sie werden auch diesen aufgrund ihrer enormen Qualität kompensieren.