Der 26. Spieltag

Wir schreiben den 21. März und beinahe surreal erscheint die Tatsache, dass die Bayern schon an diesem Wochenende die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen können. Trotz 23 Punkten Vorsprung geht der Rekordmeister bisher jedes Spiel mit voller Konzentration an und es gibt keine Anzeichen, die hier für eine Veränderung sprechen. 50 ungeschlagene Ligapartien lassen die Mannen von Pep Guardiola nur so vor Selbstvertrauen strotzen. Im Mittelpunkt stand in dieser Woche, neben der Champions League Auslosung, die Vertragsverlängerung von Arjen Robben. Bis 2017 wird der niederländische Flügelflitzer nun durch die Allianz Arena wirbeln. Daher ist auch im Gastspiel bei den Mainzern mit einem souveränen Auftritt zu rechnen. Kongenial agiert der Franzose Ribéry auf der anderen Seite. Hatten die beiden Superstars anfangs ihrer gemeinsamen Zeit noch Probleme im Zusammenspiel, harmonieren sie mittlerweile nahezu perfekt. Immer häufiger sieht man sie auf der selben Seite auftauchen, wo sie gemeinsam jede Abwehr vor beinahe unlösbare Aufgaben stellen. Nicht unwichtig dabei ist die Unterstützung der beiden Außenverteidiger, David Alaba und Philipp Lahm. Den deutschen Nationalmannschaftskapitän kann man, wie wir inzwischen wissen, auf unglaublich vielen verschiedenen Positionen aufstellen und er bringt immer seine Leistung. Die höchste Passgenauigkeit der Liga (91,2%) und eine Zweikampfquote von knapp 58% zeigen seine Wichtigkeit. Zum jungen Österreicher Alaba muss man nicht mehr viel sagen. In seinem Alter schon unverzichtbar für seine Nationalelf und ebenso für die beste Mannschaft der Welt, das kann beileibe nicht jeder von sich behaupten. Auf der Gegenseite mauserte sich in der Mainzer Erfolgsserie (nur 1 Niederlage aus den letzten 11 Spielen) ein neuer Torhüter zum Leistungsträger. Loris Karius strahlt Konstanz und Sicheheit aus und kommt durch diese Kombination in der Rückrunde auf einen Sport1-Notenschnitt von 2,75. Gegen den Tabellenführer rückt der 20-jährige natürlich besonders in den Mittelpunkt.
Eine Mannschaft, die den vorzeitigen Titelgewinn noch verhindern kann, ist Schalke 04. Die Königsblauen treffen auf Braunschweig und daher rechnen alle mit einem ungefährdeten Sieg. Wichtig wird dabei das Schalker Eigengewächs Julian Draxler. Nach Verletzung und Formkrise kommt der Offensivmann langsam wieder in Tritt. Noch wichtiger für die Erfolgsserie im neuen Jahr erscheint jedoch Klaas-Jan Huntelaar. 9 Tore in 10 Ligaeinsätzen 2013/14 und zweimal hintereinander mit 1,5 benotet, stellen die Klasse des Niederländers unter Beweis. Da die schwächste Offensive der Liga gastiert, setzen wir ebenso auf einen Abwehrspieler aus Gelsenkirchen. Sead Kolasinac fiel, außer mit seinem Foul an Jese, welches einen Kreuzbandriss verursachte, vor allem positiv auf. Kampfkraft und Drang nach vorne zeichnen den bosnischen Linksverteidiger aus.
Alles andere als einen Lauf hatten zuletzt die Stuttgarter. 7 mal in Folge kassierten die Schwaben mindestens zwei Gegentore, davon könnten vor allem ein Hamburger profitieren. In Abwesenheit von Lasogga glänzt Calhanoglu als wichtigster Torschütze der Hanseaten. 3 Tore in den letzten 4 Spielen, insgesamt schon achtmal erfolgreich in seiner Debütsaison unterstreichen seine Wichtigkeit. Darüberhinaus wurde der Türke schon dreimal mit der Note 1 bewertet.
Einen überraschend hohen Auswärtserfolg konnten am vergangenen Spieltag die Freiburger feiern. Beim 4:1 unter den Torschützen fand sich unter anderem der Schweizer Neuzugang Mehmedi wieder. Sein 7. Saisontreffer, was ihn zum treffsichersten Breisgauer macht. Der ehemalige Kiewer ist aufgrund seiner Schnelligkeit und Beweglichkeit bei Christian Streich in der Sturmspitze gesetzt. Ein anderer freut sich vermutlich sehr auf die Begegnung mit den Bremern, Jonathan Schmid. Der Mann aus der Freiburger Jugendakademie erzielte vor gut zwei Jahren sein erstes Bundesligator gegen die Grün-Weißen. Da die Bremer Verteidiger eher als träge und unbeweglich einzuschätzen sind, erscheint ein Sieg der spielstarken Freiburger wahrscheinlich.
Um nun noch einmal zum Anfang zurückzukommen, schaffen die Bayern bereits am Samstag den vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft? Meine Meinung: eher nein. Der designierte Meister wird sich zwar auch nicht von starken Mainzern stoppen lassen, allerdings haben auch die Schalker mehr als nur realistische Siegchancen gegen den Tabellenletzten aus Braunschweig. Ein Sieg der Dortmunder in Hannover ist ebenfalls nicht auszuschließen.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

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Der 23. Spieltag

Nachdem der letzte Spieltag doch einige Überraschungen parat hatte, die uns Punkte kosteten, gehen wir mit neuem Optimismus in Runde 23. Eine dieser Überraschungen war mit Sicherheit der Sieg des HSV gegen Dortmund. Überragend dabei vor allem die Abwehrleistung der Hamburger, wobei der zuletzt ausgemusterte Rajkovic herausragte. Der als hochveranlagter Verteidiger geltende Serbe, welcher einst schon mit 15 sein Profi-Debüt beim OFK Belgrad gab, scheint nun endlich dieses Potential abrufen zu können. Dazu kommt, dass man mit den Bremern bei der schlechtesten Offensive der Rückrunde gastiert. Teamkollege Lasogga kann im Gegensatz zu den meisten seiner Mitstreiter als Gewinner der Saison bezeichnet werden. 9 seiner 11 Saisontore erzielte er zudem auswärts. Zurecht wurde er nun mit der Berufung in die Nationalelf belohnt.
Ebenfalls erstmals von Jogi Löw berücksichtigt, wird der Augsburger Andre Hahn. Ein Fakt, der dabei sicherlich eine Rolle spielt: 4 Tore und 4 Assists bedeuten Platz 1 der Scorerliste im neuen Jahr. Somit der gebürtige Niedersachse ein absoluter Punktegarant.
Die Hertha aus Berlin stellt zwei weitere Akteure für unsere Elf. Nummer eins ist natürlich Adrian Ramos, der Woche für Woche seine Klasse unter Beweis stellt. Trotz einer etwas schwächeren Leistung in Stuttgart, sammelte er auch dort einen Scorerpunkt. Peter Pekarik fand zuletzt immer häufiger den Weg in die blau-weise Startelf und rechtfertigt dies mit guten Partien. Desweiteren reist mit den Freiburgern eine Mannschaft in die Hauptstadt, die die letzten vier Auswärtsspiele allesamt zu Null verlor.
Nach der bisher nur punktuellen Auswahl von Spielern, dominiert eine Begegnung den Rest unserer Formation: das Topspiel am Samstagabend zwischen Bayern München und Schalke 04. Beide Teams zwar Champions League Achtelfinalisten und doch erscheint der Unterschied riesengroß. So überrollen die Münchner derzeit Liga und steuern auf nächsten Rekord zu. Mit 14 Siegen in Folge fehlt ihnen nur noch ein Erfolg zu ihrer eigenen Bestmarke aus dem Jahr 2005, als sie 15 mal hintereinander triumphierten. Herausragend dabei nach zwischenzeitlicher Degradierung Nationalspieler Toni Kroos. So machte er bei Arsenal London sein wohl bestes Spiel im Bayerndress und überzeugte auch vor Wochenfrist nach Einwechslung in Hannover als Taktgeber und Architekt der bayrischen Offensivstrategie. Da auch Bastian Schweinsteiger vermehrt Matchpraxis erhält, findet sich Thiago in einer etwas neueren Rolle wieder. Sowohl in London, als auch in Hannover agierte er auf einer der beiden Außenbahnen, was zumindest solange Bestand haben sollte, bis Franck Ribery wieder vollständig genesen ist. Weiterhin ist der Sohn des brasilianischen Weltmeisters Mazinho der erste Profi, der seine ersten elf Bundesliga Begegnungen gewann.
Durch diesen neuen Arbeitsplatz des Spaniers kann Mario Götze wieder auf seiner Paradeposition direkt hinter der Spitze auflaufen. Meist ergänzt wird das Duo Götze-Kroos im Mittelfeld von Philipp Lahm. Der Kapitän verdeutlicht Spiel für Spiel, warum ihn Pep Guardiola als „intelligentesten Spieler, den ich je trainiert habe“ bezeichnet. Und das bei Größen wie Xavi, Iniesta und Messi, die schon unter Guardiola auf dem Rasen standen. Für die Aktionen um und im Strafraum des Gegners zeigen sich allerdings häufig andere Spieler verantwortlich, allen voran ist hier Arjen Robben zu nennen. Vor seiner Verletzung durch ein brutales Foul des Augsburgers Hitz befand sich der Niederländer vermutlich in der Form seines Lebens und auch jetzt knöpft der 30-jährige dort wieder nahtlos an. Gegen die Schalker wird daher maßgeblich ein Mann im Mittelpunkt stehen: Ralf Fährmann. Wie schon mehrmals erläutert, empfiehlt es sich oft, auf den Torwart des Bayern Gegners zurückzugreifen, da dieser sich regelmäßig vielen Torschüssen ausgesetzt sieht und sich so ein ums andere mal beweisen kann.
Ein Spieltag mit einigen interessanten Aufeinandertreffen steht uns somit bevor und wir freuen uns drauf.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

Der 21. Spieltag

Der vierte Rückrundenspieltag steht bevor und verspricht viele spannende Begegnungen, wie das Süd-West „Derby“ (Sorry liebe VfB-Fans) Stuttgart – Hoffenheim oder das Aufeinandertreffen der Champions League Achtelfinalisten Leverkusen und Schalke. Solche Partien sind schwer vorauszusagen, da sie sehr stark von der Tagesform der einzelnen Teams und Spieler abhängen. Wie sagt man so schön: Spiele auf Augenhöhe. Alles andere als das ist die Partie zwischen den Bayern und Freiburg. Der Rekordmeister, unter der Woche souverän Hamburg aus dem Pokal geworfen, befindet sich zurzeit in einer anderen Sphäre und scheint der Liga zu entwachsen. Auch gegen die Breisgauer ist daher ein einseitiger Spielverlauf zu erwarten. Aufgrund dessen prägen Akteure dieser Auseinandersetzung unsere Startelf. Arjen Robben macht hier den Anfang, der, wenn er nicht unter einer seiner zahlreichen Verletzungen zu leiden hat, ein unverzichtbarer Bestandteil im Gebilde des Triple-Siegers ist. Immer größere Bedeutung erlangen ebenso Mario Götze und Thiago. Beim deutschen Nationalspieler machte sich dies nicht zuletzt in seiner aktuellen Marktwertanpassung durch die Kollegen von Transfermarkt.de bemerkbar. Mit einer Erhöhung auf 55 Mio. Euro avancierte er zum wertvollsten deutschen Spieler aller Zeiten. An seiner Seite wirbelt Thiago, hinten hilft dieser oft beim Spielaufbau aus, um meist wenig später auch den entscheidenden Pass in die Spitze zu spielen oder wie in Suttgart per Traumtor selbst zu treffen. Ein kompletter Mittelfeldspieler. Verhindern will diesen eindeutigen Spielausgang, wie schon in der Hinserie, Oliver Baumann. Der Freiburger Keeper trotz seiner jungen Jahre mal wieder mit einer sehr stabilen Saison (Sport1-Notenschnitt 2,98) patzte bisher nur dreimal – und das alles in einer Partie gegen den HSV. Auswärts bei den Münchnern wird der ehemalige U21-Nationaltorhüter genug Gelegenheit haben sich auszuzeichnen.
Kommen wir zu Schwerpunkt zwei, Eintracht Frankfurt reist zum BVB nach Dortmund. Noch unter der Woche im DFB-Pokal konnte das Team aus „Mainhattan“ gut dagegen halten, allerdings mit dem Heimrecht im Rücken. Im Signal-Iduna-Park gewann die Borussia zwar das letzte mal Mitte November (!) gegen Neapel, jedoch tankte sie dank nun dreier Auswärtssiege in Folge ordentlich Selbstvertrauen. Beim Ligaauftritt in Bremen ragte neben Mkhitaryan besonders Robert Lewandowski heraus. Nach zuvor fünf torlosen Auftritten schnürte der Pole einen Doppelpack und verteidigte somit seinen Platz als Topscorer der Liga. Für das Abwehrzentrum nominieren wir Sokratis, weil er immer sowohl zuverlässig und zweikampfstark als auch torgefährlich nach Standards agiert.
In der Torjägerliste vor Lewandowski steht nur der Herthaner Adrian Ramos, welcher am Samstag den Hamburger Sportverein quasi im Alleingang abschoss (2 Tore, 1 Assist). Verständlich dadurch natürlich eine Berücksichtigung unsererseits in der Startformation.
Zurzeit gibt es wohl nur eine Mannschaft, die ähnlich verunsichert wie der Chaos-HSV ist, Werder Bremen. Diese Schwächephase versuchen wir ausnutzen, indem der beste Gladbacher Stürmer Teil unseres Teams wird, Max Kruse, welcher ironischerweise noch vor wenigen Jahren für zu schlecht befunden und aus Bremen weggeschickt wurde. 0 Punkte aus 3 Spielen spricht zwar ebenfalls nicht für eine überragende Form der Borussen, allerdings hatten diese ein weitaus schwierigeres Auftaktprogramm.
Ein besserer Start ins neue Jahr gelang ohne Frage dem FC Augsburg. Die Fuggerstädter sind nunmehr seit 8 Partien unbesiegt und feierten einen beeindruckenden Triumph in Stuttgart (1:4). Herausragend war dabei sicherlich der frühere Offenbacher Andre Hahn, welcher sein Torkonto auf neun aufstocken konnte. Somit avancierte er zum besten Torschützen unter den Mittelfeldspielern der Liga. Auf der linken Seite der Schwaben sorgt Außenverteidiger Ostrzolek für Schwung und Offensivdrang. Dies zeigt sich in der Flankenstatistik der Liga, die übrigens von Teamkollege Hahn angeführt wird, in der er auf Platz sechs rangiert. Außerdem bildet der gebürtige Bochumer mit Nebenmann Callsen-Bracker eine sehr unanfällige Defensive, so kassierte die Überraschungsmannschaft in den letzten 8 Spielen nur in Dortmund mehr als ein Gegentor. Alles nachvollziehbare Gründe für eine Aufstellung der beiden.
Damit ist unsere Elf komplett und eine Wiederholung der 84 Punkte vom vergangenen Spieltag sollte angestrebt werden.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos